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Radio Hamburg

Prozessbeginn

50-Jähriger misshandelte 39-Jährige zu Tode

Hamburg, 17.11.2014
Landgericht, Bergedorf

In Hamburg hat der Prozess gegen einen 50-Jährigen begonnen, der seine Partnerin zu Tode misshandelt haben soll.

Geschlagen, gefesselt, gedemütigt: Weil er seine Partnerin zu Tode misshandelt haben soll, steht ein 50-Jähriger vor dem Hamburger Landgericht. 

Der Mann soll seine Partnerin ans Bett gefesselt und zu Tode geprügelt haben, hieß es in der Anklage wegen Totschlags, die die Staatsanwältin zum Prozessbeginn verlas. 

39-Jährige an eigenem Blut erstickt

Der Angeklagte habe der damals 39-jährigen Frau in einer Nacht Ende Mai die Kleidung vom Leib gerissen, sie geknebelt und ihr mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Mehrere Stunden nach der Tat erstickte die Frau in der gemeinsamen Wohnung an der Kieler Straße am eingeatmeten Blut.

Schmutzwäsche auf das Gesicht gedrückt

Mit Schmutzwäsche hatte der Angeklagte seinem Opfer fünf Mal jeweils bis zu einer Minute lang aufs Gesicht gedrückt, wie die Staatsanwälting sagte. Die asthmakranke Frau erlitt unter anderem Brüche des Kiefers und der Augenhöhlenknochen. Die Anklage warf dem gelernten Gärtner vor dem Schwurgericht außerdem vor, sich kaffeetrinkend neben sie gesetzt zu haben, anstatt Hilfe zu holen.

Als der Angeklagte gegen 11.30 Uhr Rettungskräfte verständigt habe, sei seine zuvor mit zehn Krawatten ans Bett gefesselte Partnerin bereits tot gewesen. Wie lange die Frau nach der Tat kurz nach Mitternacht leiden musste, blieb zum Prozessbeginn unklar. 

Angeklagter verweigert die Aussage

Der Angeklagte, der in gedeckter Kleidung vor Gericht erschien, hörte der Staatsanwältin regungslos zu. Mit Papieren verdeckte er sein Gesicht vor Fotografen. Zur Mutter des Opfers, die als Nebenklägerin am Verfahren teilnimmt, blickte der inhaftierte Mann kein einziges Mal herüber. Über seinen Rechtsanwalt ließ der 50-Jährige mitteilen, er wolle die Aussage verweigern. Damit endete der Auftakt des Strafprozesses bereits nach rund zwanzig Minuten. Für das Verfahren vor dem Schwurgericht sind sechs weitere Verhandlungstage angesetzt, an denen Sachverständige und Zeugen gehört werden sollen.

(dpa/mgä)

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