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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Staatanwaltschaft fordert lebenslänglich für Mutter

Hamburg , 19.11.2014
RHH - Expired Image

Die kleine Yagmur starb im Dezember 2013 nach schweren Misshandlungen.

Im Prozess gegen die Eltern der getöteten Yagmur hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für die angeklagte Mutter gefordert.

Die Mutter der zu Tode misshandelten Yagmur soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft wegen Mordes aus Grausamkeit lebenslang ins Gefängnis. Die Vertreterin der Anklage verlangte am Dienstag (18.11) in ihrem Plädoyer vor dem Landgericht zudem, die besondere Schwere der Schuld festzustellen - damit wäre eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. 

Anklage: "Mutter hat Yagmur gehasst"

Für den ebenfalls angeklagten Vater der Kleinen forderte die Staatsanwaltschaft sechs Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen - er habe das Mädchen nicht geschützt. ""Sie hat jede Sekunde damit gerechnet, wieder von ihrer Mutter angegriffen zu werden", erklärte die Anklagevertreterin. Die Mutter habe das Mädchen gehasst, der Grund dafür sei allerdings unklar geblieben: "Das Motiv der Angeklagten für diese schreckliche Tat haben wir nicht erfahren."

Vor den Plädoyers kam es zu einem Zwischenfall. Die angeklagte Mutter der zu Tode misshandelten dreijährigen Yagmur aus Hamburg-Billstedt war von ihrem Mann im Untersuchungsgefängnis angegriffen und geschlagen worden. 

Neuer Beweisantrag von Verteidigerin

Die Verteidigerin der 27-Jährigen stellte am Dienstag (18.11) wegen des Vorfalls einen neuen Beweisantrag vor dem Landgericht. Die Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung, die am Dienstag erwartet werden, verzögerten sich daher. Das Gericht wollte zunächst über den Antrag entscheiden. 

Mordanklage gegen Yagmurs Mutter

Die kleine Yagmur war kurz vor Weihnachten 2013 in der Wohnung ihrer Eltern an den Folgen schwerer Misshandlungen gestorben. Ihre Mutter steht wegen Mordes vor Gericht. Der Vater muss sich verantworten, weil er das Kind nicht geschützt haben soll.

Yagmurs Vater schlägt Mutter mit der Faust ins Gesicht

Bereits am Freitag waren sich die beiden Angeklagten in der Untersuchungshaftanstalt begegnet - die 27-Jährige war auf dem Weg zu einer Psychologin, der ein Jahr jüngere Vater wollte zu seinem Anwalt. Plötzlich sei der 26-Jährige auf die Frau losgegangen, habe sie an den Haaren gezogen und ihr mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das geht aus mehreren Berichten der Anstalt hervor, die der Vorsitzende Richter verlas. Der Angriff hinterließ keine sichtbaren Verletzungen.

"Hohes Gewaltpotential" bei Yagmurs Vater

In ihrem Beweisantrag erklärte die Verteidigerin, das gewalttätige Verhalten des Angeklagten und sein "hohes Gewaltpotenzial" bei dem Angriff nährten Zweifel, dass Gewalt gegenüber Yagmur ausschließlich von der Mutter ausgegangen sei. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft sagte, der Antrag solle zurückgewiesen werden: "Diesen Schluss können wir nicht ziehen."

(dpa/mgä)