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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Yagmurs Mutter ist voll schuldfähig

Hamburg, 14.11.2014
RHH - Expired Image

Yagmurs Eltern müssen sich vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

Ein Experte hat im Prozess gegen die Eltern der zu Tode misshandelten Yagmur gesagt, dass es für eine verminderte Schuldfähigkeit der Mutter keine Hinweise gibt.

Der Prozess am Hamburger Landgericht um den Misshandlungstod der dreijährigen Yagmur geht langsam dem Ende entgegen. Am kommenden Dienstag (18.11.) sollen die Plädoyers gehalten werden, eine Woche später soll dann das Urteil fallen. 

Am Donnerstag (13.11.) hat ein psychiatrischer Sachverständiger im Prozess ausgesagt und die angeklagte Mutter Melek Y. als voll schuldfähig erklärt. Melek Y. hat sich seinen Worten zufolge als "wohlsorgende Mutter" dargestellt und spricht von einem Komplott ihres Ehemannes und dessen Freunden gegen sie, hielte sich selbst aber für unschuldig. Der Gutachter hat mehrere Gespräche mit der 27-Jährigen geführt.

Mutter sieht keine Schuld

In seinem Fazit spricht Jochen Brack von einer "Ablehnung und Entfremdung" von Melek Y. gegenüber ihrer Tochter, die in "Wut und Hass" umgeschlagen seien. Demnach habe sie Yagmur die Schuld an den vielen negativen Dingen in ihrem Leben gegeben.

Melek fehle es außerdem an Mitgefühl und sie hätte eine stark narzisstische Neigung, sei also sehr ICH-bezogen. Für eine Verminderung der Schuldfähigkeit hat der Gutachter allerdings keine Anhaltspunkte.

Yagmur ist Mitte Dezember vergangenen Jahres an inneren Verletzungen gestorben, Melek Y. soll das Mädchen schwer misshandelt, der Vater nichts dagegen unternommen haben. Beide müssen sich vor Gericht verantworten. Melek Y. ist wegen Mordes angeklagt, sie streitet die Tat jedoch ab. Hüseyin Y., Yagmurs Vater, sitzt auf der Anklagebank, weil er sein Kind nicht geschützt haben soll. (rhh/apr)