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Radio Hamburg

Zu viel Stickstoffdioxid

BUND: Hamburg tut zu wenig für Luftqualität

Hamburg, 05.11.2014
Abgase, Luft, Luftverschmutzung, Dreck, Schornstein, Kraftwerk

Der BUND hat wegen einer zu hohen Stickstoffdioxidbelastung in Hamburg Klage vorm Verwaltungsgericht eingereicht.

Tut Hamburg genug für saubere Luft? Nein, sagen die Umweltschützer vom BUND. Seit Jahren würden EU-Grenzwerte überschritten.

Hamburgs Politik zur Reinhaltung der Luft steht am Mittwoch (5.11) vor dem Verwaltungsgericht auf dem Prüfstand.

Abgase von Dieselautos

Die Umweltschutzorganisation BUND und ein Anwohner einer viel befahrenen Straße werfen der Hansestadt vor, zu wenig für die Luftqualität zu tun. Der EU-Grenzwert für das giftige Stickstoffdioxid werde an mehreren Messstellen seit Jahren deutlich
überschritten. Eigentlich müssten die Grenzwerte seit 2010 eingehalten werden. Mehr als 200.000 Menschen seien davon betroffen, sagt der BUND. Hauptursache sind die Abgase von Dieselautos. 

Umweltbehörde: Falsche Anreize durch andere Besteuerung von Diesel

Die Umweltbehörde verweist auf ihren Luftreinhalteplan und hofft, bis 2020 die Grenzwerte einhalten zu können. Man sei auf einem guten Weg, sagte ein Sprecher. Ein Problem sei aber der Boom bei Dieselautos. Diesel sei deutlich günstiger als Benzin. Die Bundesregierung setze mit solchen Unterschieden der Besteuerung falsche Anreize. Außerdem seien die Euro-Normen für Dieselautos viel zu niedrig. Maßnahmen wie Umweltzonen und Tempolimits würden bei der Stickstoffdioxid-Belastung in Hamburg keinen Fortschritt bringen. 

Ähnliche Klage in Bayern erfolgreich

Eine ähnliche Klage hatte kürzlich in Bayern Erfolg. Die deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte in München den Freistaat verklagt. Das Verwaltungsgericht hatte der Klage stattgegeben und Bayern zur Auflage gemacht, den Luftreinhalteplan für München so zu verändern, dass die Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid sobald wie möglich eingehalten werden.

Risiken von Stickstoffidoxid

Stickstoffdioxid (NO2) reizt die Atemwege und gilt als gesundheitsschädlich. Das Reizgas Stickstoffdioxid entsteht bei Verbrennungsprozessen. Drei Viertel des NO2-Ausstoßes stammt der Hamburger Umweltbehörde zufolge aus dem Straßenverkehr. Stickstoffdioxid greift die menschlichen Schleimhäute an und führt so zu Atemwegserkrankungen. Zudem steigt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu sterben.

Diese Hamburger Straßen sind betroffen

Der Grenzwert für das Jahresmittel beträgt 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. An vier Messstellen in Hamburg lag der Wert 2013 darüber: Kieler Straße (45 Mikrogramm/Kubikmeter), Max-Brauer-Allee (63), Habichtstraße (57) und Stresemannstraße (58). 

Ob am Mittwoch eine Entscheidung fällt, ist unklar.

(dpa/mgä)

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