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Radio Hamburg

7-Jähriger von Tor getötet

Fußballtrainer zu Geldstrafe verurteilt

Hamburg, 27.10.2014
7-Jähriger von Fußballtor erschlagen Harburg

Der Tod es kleinen Effis wäre zu vermeiden gewesen. Vor dem Harburger Landgericht wurde der verantwortliche Betreuer am Montag (27.10) zu einer Geldstrafe verurteilt.

Beim Prozess um den tragischen Tod eines Siebenjährigen durch ein Fußballtor im Mai 2013 wurde der Jugendbetreuer am Montag (27.10) verurteilt.

Ganz Hamburg trauerte im Mai 2013 um den kleinen Effi, der nach dem Fußballtraining auf einem Bolzplatz in Harburg von einem Tor erschlagen wurde. Bei der Verhandlung um den tragischen Tod des Jungen hat die Staatsanwaltschaft Hamburg am Montag (27.10) gegen einen Jugendbetreuer eine Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen verlangt. Sie beantragte vor dem Amtsgericht in Harburg 60 Tagessätze zu je sieben Euro. Letztlich folgte das Gericht der Einschätzung der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Trainer zu der geforderten Strafe von 420 Euro.

Tod hätte verhindert werden können

Die Richterin sah es am Montag als erwiesen an, dass der Tod des Jungen zu verhindern gewesen wäre. Der 26-Jährige habe seine 13- bis 14-jährigen Spieler nach einem Training im Mai 2013 nur unzureichend instruiert, mit dem Aufräumen der Tore auf ihn zu warten. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll der Mann die Spieler seiner C-Jugend-Mannschaft entgegen den Leitlinien des Hamburger Fußball-Verbandes nicht überwacht haben, als sie die etwa 200 Kilo schweren Tore nach dem Training aufrichteten. Dabei hängte sich der Siebenjährige an die obere Latte des Tores, das daraufhin umkippte und auf ihn fiel. Der Junge erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass er noch am selben Tag starb. Die Verteidigung beantragte Freispruch. Sie ging von einem Unfall aus, bei dem einer der Jugendlichen eines der Tore anhob, welches dann das siebenjährige Kind erschlug. Der Angeklagte gab vor Gericht an, dass er zum Zeitpunkt des Unglücks erst eine von zwei Wochenendschulungen zum Jugendbetreuer absolviert haben und deshalb nur über wenig Erfahrung verfügt hätte. Von den Empfehlungen der Sportministerkonferenz zum sicheren Umgang mit Toren habe er erst nach dem Unfall gehört.

Trainer der U21-Nationalmannschaft als Zeuge

Die Anwältin des 26-jährigen Betreuers hatte vor der Urteilsverkündung neue Beweisanträge gestellt. Die Anwältin beantragte unter anderem, Horst Hrubesch, Trainer der U21-Nationalmannschaft, als Zeugen zu laden, da dieser das Training mit umgekippten Toren auf Internetseiten des Deutschen Fußballbunds empfehle. Die verhandelnde Richterin, die über die Anträge entscheidet, sagte dazu allerdings, es gehe nicht um die Trainingsmethode, sondern um den Umgang mit den Toren.

(dpa/san)

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