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Radio Hamburg

Forderungen der Kita-Erzieher

Für Sozialsenator Scheele "unbezahlbar"

Hamburg, 31.10.2014
Kita Brandbrief Hamburg

Die Kita-Erzieher haben einen Brandbrief an Bürgermeister Scholz geschrieben.

Eltern und Erzieher fordern 25 Prozent mehr Personal an Hamburgs Kindertagesstätten. Sozialsenator Scheele hält das für unbezahlbar.

Sozialsenator Scheele hält die Forderung für unbezahlbar - was Tausende Pädagogen und Eltern aber nicht davon abgehalten hat, auf einer Demonstration 25 Prozent mehr Personal in den Kitas zu verlangen. Die Opposition forderte eine öffentliche Anhörung.

Tausende Erzieherinnen, Eltern und Kinder sind in Hamburg für mehr Personal in den Kindertagesstätten auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben versammelten sich am Donnerstag in der Innenstadt rund 4.000 Menschen, darunter zahlreiche Kinder. Auf Transparenten forderten sie "Gute Arbeit braucht nachhaltig bessere Bedingungen" und 25 Prozent mehr Personal in den Kindertagesstätten.

Nach Angaben des Bündnisses Kita-Netzwerk Hamburg, das zu der Demonstration unter dem Motto "Ohne 25% mehr gehen Hamburger Kitas unter!" aufgerufen hatte, fehlen in Hamburgs 1.088 Kitas rund 4.000 Erzieher. Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) hatte die Forderungen des Bündnisses zuvor als unbezahlbar kritisiert. Er sei zwar auch der Auffassung, dass der Krippenschlüssel verbessert werden könne, sagte Scheele der "Zeit". "Aber die Forderung von 25 Prozent mehr Personal oder pro Erzieher nur noch drei Kinder würde uns 150 Millionen Euro extra kosten." Auch sage niemand, woher die Erzieher überhaupt kommen sollen.

Qualitative Erziehung gefordert

Unterstützt wurde das Bündnis unter anderem von der Gewerkschaft Verdi, den Grünen und den Linken. Verdi hatte nach eigenen Angaben bereits Mitte Oktober im Rahmen der Aktion "Mehr Personal in Hamburger Kitas" mehr als 5.000 Postkarten ins Rathaus gebracht. Weitere 11.000 Karten seien direkt an Scheele geschickt worden. Verdi und das Bündnis kritisieren den Landesrahmenvertrag, wonach im Krippenbereich (Kinder unter 3 Jahren) derzeit eine Erzieherin für fünf Kinder verantwortlich sein soll. Da bei Abwesenheiten der Erzieher aber kein Ersatz vorgesehen sei, komme es oft vor, dass eine Erzieherin auch für zehn Kinder zuständig sei. Laut Verdi sollte bei Kindern unter 1,5 Jahren eine Erzieherin für maximal drei Jungen und Mädchen verantwortlich sein.

"Ich unterstütze den Protest des Kita-Netzwerks, insbesondere die Forderung nach mehr Personal für die Betreuung von Krippenkindern", sagte die Grünen-Kinderexpertin Christiane Blömeke. Die Linken betonten ihr Ziel eines einheitlichen und demokratischen Bildungswesens, von der Kita bis zur beruflichen Weiterbildung. "Wir fordern aufgrund unserer politischen Überzeugung eine politische Schwerpunktsetzung in Sachen Kita", betonte der familienpolitische Sprecher der Linksfraktion, Mehmet Yildiz.
Zusammen mit der CDU- und der FDP-Opposition wollten Grüne und Linke im Familienausschuss der Bürgerschaft am frühen Abend eine öffentliche Anhörung zur "Verbesserung der Betreuungsqualität in Kindertageseinrichtungen" durchsetzen und das Thema so im Parlament virulent halten. An einem entsprechenden Beschluss gab es keinen Zweifel, da nach der Geschäftsordnung der Hamburgischen Bürgerschaft für eine öffentliche Anhörung nur ein Viertel der Ausschussmitglieder stimmen müssen.

(dpa/aba)

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