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Radio Hamburg

Nach Krawallen

"Es darf hier keine Religionskriege geben"

Hamburg, 10.10.2014
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Hamburgs Innensenator Michael Neumann ist nicht bereit, Gewalt in Hamburg zu hinzunehmen.

Nachdem es zu mehreren gewaltsamen Ausschreitungen nach Kurdendemonstrationen kam, fordert Innensenator Neumann die Menschen auf, friedlich zu bleiben. 

In den letzten Tagen sind Tausende Kurden auf Hamburgs Straßen gegangen, um gegen den IS-Terror in Syrien zu demonstrieren und forderten Solidarität der internationalen Staatengemeinschaft. Nachdem die letzte Demonstration am Mittwochabend (08.10) friedlich endete, kam es in der Nacht wieder zu Ausschreitungen zwischen Kurden und Islamisten. Die Polizei beschlagnahmte zahlreiche Schusswaffen, Messer, und eine Machete. Bereits Dienstagnacht (07.10) lieferten sich die beiden Parteien eine regelrechte Straßenschlacht im Stadtteil St. Georg. Zu den Vorfällen meldet sich nun Innensenator Michael Neumann zu Wort.

"Es darf hier keine Religionskriege geben"

Neumann könne die Sorgen und Ängste der Kurden und auch die Forderung nach Solidarität nachvollziehen, fordere aber, dass die friedlichen Demonstrationen nicht in Gewalttätigkeiten umkippen dürften, auch nicht durch Provokationen von Salafisten. Man könne die Probleme in Syrien nicht in Hamburg lösen, und schon gar nicht mit Gewalt. "Es darf hier keine Religionskriege geben", so der Innensenator in einem Interview mit "NDRinfo". Die Innenbehörde werde gleichzeitig auch über das Ausländerrecht, das Aufenthaltsrecht bis hin zu Vereinsverboten alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, um jegliche Gewalt in dem Konflikt zwischen Kurden und radikalen Moslems in Hamburg zu unterbinden.

Großaufgebot bei Freitagsgebet

Unserer Nachrichtenredaktion erklärte Neumann: "Wir werden durch massive Kräfte deutlich machen, dass wir nicht bereit sind Gewalt, aus welcher Motivation auch immer, hinzunehmen." Gemeint sind damit die zahlreichen Hamburger Polizisten, die mit einem Großaufgebot die Gewalt unterbinden sollen. Vor dem Freitagsgebet sind die Beamten rund um den Hauptbahnhof mit Hundertschaften und Wasserwerfern in Stellung gegangen.

(dpa/ jmü)

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