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Radio Hamburg

Sommerspiele in Hamburg

Entscheidung über Olympia erst 2015

Hamburg, 27.10.2014
RHH - Expired Image

Ob die olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 in Berlin oder Hamburg stattfinden werden, soll nun erst im Frühjahr 2015 beschlossen werden.

Am Dienstag (28.10) wollte sich der DOSB auf die Kandidatenstadt für eine Olympiabewerbung 2024/ 2028 festlegen - doch daraus wird nun nichts.

Der Fahrplan für die Bewerbung von Hamburg oder Berlin für die O lympischen Sommerspiele im Jahr 2024 oder 2028 schien klar - am Dienstag (28.10) wollte sich das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) entweder für eine Kandidatur der Haupt- oder Hansestadt aussprechen. Am 6. Dezember sollte die Mitgliederversammlung in Dresden diese Entscheidung dann beraten und sich für eine Stadt festlegen. In einem internen Schreiben ist laut "Hamburger Abendblatt" nun aber erst im Frühjahr 2015 mit einer Entscheidung zu rechnen.

Vorbesprechungen gescheitert

Nach zwei Tagen intensiver Debatte der DOSB-Führungsebene in der Nähe von Frankfurt am Main ist die Entscheidung für eine der beiden Städte vorerst ohne Ergebnis vertagt worden. Wie das "Abendblatt" berichtet, habe der Hamburger Sportbund (HSB) diese Entscheidung den Hamburger Sportvereinen bereits intern mitgeteilt, wonach sich der Prozess um die Auswahl einer Bewerberstadt noch bis in das nächste Jahr hinziehen könnte. "Wir haben unsere Mitglieder über die aktuelle Lage in einem internen Mailing informiert. Unser Präsident hat die Einschätzung abgegeben, es kann sein, dass die Abstimmung verschoben wird", sagte HSB-Pressechef Thomas Michael am Montag (27.10).

Geringe Olympiabegeisterung in den Bewerberstädten

Möglich ist, dass der DOSB erst die Entscheidungen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Monte Carlo am 7. und 8. Dezember abwarten will. Bei der Sitzung sollen dringend notwendige Reformen bei der Durchführung Olympischer Spiele durchgesetzt werden. Unter anderem möchte das IOC weg von dem Konzept der gigantischen Spiele, die viele Milliarden verschlingen. Auch sollen die Städte stärker entlastet werden. So soll in Zukunft bereits der Bewerbungsprozess vom IOC finanziell unterstützt werden. Als eigentlicher Grund für die überraschende Verschiebung gilt unter Experten aber die Angst des DOSB, dass eine Bewerbung für Olympia in Berlin und Hamburg nur auf wenig Gegenliebe der Bevölkerung stoßen könnte. Nach Meinungsumfragen des Sportbundes liegt die Zustimmung in den Städten demnach nur bei etwa 60 Prozent - viel zu wenig für den weiterführenden Bewerbungsprozess. Im Juli hatten sich nach einer Umfrage der Initiative Markt- und Sozialforschung noch 73 Prozent der Hamburger für eine Bewerbung der Hansestadt ausgesprochen, aber bereits Bedenken über die Finanzierung geäußert. Beim DOSB ist man immer noch von dem katastrophalen Ausgang der Volksabstimmung im November 2013 in München traumatisiert und befürchtet nun eine ähnliche Blamage. Möglich ist deshalb auch inzwischen komplett auf eine Bewerbung zu verzichten.

Hamburg ohne Chance?

In Berlin und Hamburg zeigt man für die Verzögerungen kein Verständnis, da man den Fragenkatalog des DOSB fristgerecht bis zum 31. August eingereicht hätte. Der Hamburger Olympiatraum könnte aber sowieso viel schneller platzen, als manch einem Hamburger dies Lieb wäre. Anscheinend befürwortet ein Großteil der Spitzensportverbände Deutschlands die Berliner Bewerbung, da man dort bereits ausreichend Erfahrungen mit Großveranstaltungen gesammelt hätte. Sollte die DOSB-Versammlung im Dezember 2014 oder Frühjahr 2015 weiter über die Konzepte beraten, gilt Hamburg unter Insidern deshalb als chancenlos. Demnach würden sich bereits jetzt 70 Prozent der Vertreter für Berlin als Olympiastadt aussprechen.

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(san)

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