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Radio Hamburg

Sprayer verwenden Flusssäure

Hochgiftiges Graffiti an Hamburgs Bahnhöfen

Hamburg, 10.10.2014
RHH - Expired Image

Die hochgiftigen Säure-Graffitis können Verätzungen am und im Körper anrichten.

Die Polizei vermeldet immer mehr Gift-Graffitis an Hamburgs Bahnhöfen. Mitarbeiter der Bahn in Altona wurden bereits ins Krankenhaus eingeliefert. 

In bereits 18 Fällen hat die Hamburger Polizei Graffitis gesichtet, bei denen Sprayer die als hoch giftig geltende Flusssäure an Fenster, Plakatscheiben, Fahrkartenautomaten und Telefonzellen schmierten. Die Säure, die industriell unter großen Sicherheitsvorkehrungen benutzt wird, unter anderem um Glas und Metalle zu ätzen, wird von Sprayern verwendet, um ihre Tags (Zeichen) in harte Oberflächen und Glasscheiben einzubrennen. Die Chemikalie kann bei Berührung unter anderem schwere Verätzungen auf der Haut verursachen.

So gefährlich ist Flusssäure

Die Gefahr besteht darin, dass Fahrgäste in Berührung mit der giftigen Säure kommen können, ohne dass sie es überhaupt bemerken. Neben schweren Verätzungen auf der Haut kann das Gift nämlich auch in den Blutkreislauf gelangen und im Körper schwere Schäden verursachen. Wenn die Flusssäure durch die Haut dringt, können tiefere Gewebeschichten und sogar der Knochen verätzt werden, ohne dass äußerliche Verletzungen sichtbar sind. In hoher Konzentration kann das Gift im Körper sogar tödlich sein. "Betroffene Hautflächen sollten unmittelbar mit Wasser abgespült sowie ein Arzt aufgesucht werden", sagte Feuerwehrsprecher Hendrik Frese dem "Hamburger Abendblatt".

Verletzte am Bahnhof Altona

Am Bahnhof in Altona sind drei Sicherheitsleute der Deutschen Bahn und ein Beamter der Bundespolizei nach einer Untersuchung eines Graffitis vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Sie klagten über Übelkeit, weil sie womöglich Gase eingeatmet hatten", sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Bislang wurden alle Säure-Graffitis rechtzeitig entdeckt, sodass die Fahrgäste unverletzt blieben. Sonderstreifen der Bundespolizei sind im Einsatz, um auch weitere Gift-Graffitis frühzeitig zu entfernen.

(dpa/ jmü)

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