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Radio Hamburg

Fall von Yagmur

Aussage unter Tränen im Zeugenstand

Hamburg, 02.09.2014
RHH - Expired Image

Die Mutter von Yagmur wirkte auf die Familienhelferin und eine ehemalige Betreuerin immer "fürsorglich". 

Vor Gericht haben eine ehemalige Betreuerin und eine Familienhelferin ausgesagt und sind im Zeugenstand in Tränen ausgebrochen. 

Im Fall der zu Tode misshandelten Yagmur aus Hamburg haben eine frühere Betreuerin und eine Familienhelferin im Zeugenstand ihr Aussagen gemacht und sind dabei in Tränen ausgebrochen. Die 30-jährige Betreuerin schilderte am Dienstag (02.09.) vor dem Landgericht die Zeit, in der das Mädchen in einem Kinderschutzhaus untergebracht war. Zuvor war die Kleine wegen gefährlicher Verletzungen am Kopf und an der Bauspeicheldrüse – Folgen von Misshandlungen – im Krankenhaus behandelt worden.

Prozess zieht sich in die Länge

Die Mutter von Yagmur steht wegen Mordes vor Gericht, der Vater soll das Mädchen nicht geschützt haben, obwohl er von den Misshandlungen gewusst hat. Der Richter kündigte an, dass weitere Termine abgesprochen werden müssten. Bisher waren Verhandlungstage bis Ende September geplant.
Yagmur wird als "fröhliches, aufgewecktes Mädchen" beschrieben und habe sich laut der Erzieherin in dem halben Jahr im Kinderschutzhaus gut entwickelt.

Mutter sei liebevoll gewesen

Viereinhalb Monate vor ihrem gewaltsamen Tod war die Kleine dort verabschiedet worden und zu ihren leiblichen Eltern gezogen. Yagmurs Mutter habe sehr darauf gedrungen, dass sie nach Hause kommt: "Die Kindesmutter wollte das sehr." Die Mutter sei sehr liebevoll mit dem Kind umgegangen, sie hätten viel gekuschelt.
Die Mitarbeiter des Schutzhauses hätten ausdrücklich empfohlen, dass Yagmurs Eltern eine Familienhilfe bekommen, doch das Jugendamt habe die Hilfe nicht bewilligt: "Wir wollten, dass es Unterstützung gibt im Alltag." Seit ihrer Geburt wurde das Mädchen von Jugendämtern betreut, die wegen Versäumnissen in der Kritik stehen.

"Grenzenlos fürsorglich"

Eine Familienhelferin sagte als zweite Zeugin aus. Sie hatte Yagmur und ihre Eltern betreut, bevor das Mädchen in das Kinderschutzhaus von September 2012 bis Februar 2013 kam. Die Mutter habe auf sie einen "eher grenzenlos fürsorglichen" Eindruck gemacht, sagte die Zeugin. Sie hätte lernen müssen, dem Kind liebevoll Grenzen zu setzen. Yagmurs Mutter habe sich nach einer "intakten, glücklichen Familie" gesehnt: "Es hat sehr blumig geklungen."

(dpa/pgo)

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