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Radio Hamburg

Nach tödlicher Messerattacke in Bergedorf

Prozess beginnt vor Hamburger Landgericht

Hamburg, 09.09.2014
Hamburger Landgericht Sievekingplatz

Vor dem Hamburger Landgericht muss sich der Angeklagte nach der tödlichen Messerattacke verantworten.

Ein 18-Jähriger stirbt, ein 16-Jähriger wird verletzt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter in Hamburg vor Gericht.

Der 25-jährige Angeklagte muss sich wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor dem Hamburger Landgericht verantworten. Er soll im März den 18-jährigen Deutsch-Afghanen Amid F. nach einem Streit um Nichtigkeiten erstochen haben.

Tödlicher Streit

Der Angeklagte soll den Jugendlichen im März nach einem Streit aus nichtigem Anlass niedergestochen haben. Als ein 16-Jähriger dem Opfer helfen wollte, soll der Mann auch ihn mit einem Messerstich in den Brustkorb schwer verletzt haben. Der Angeklagte steht wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.

In der Nacht zum 9. März dieses Jahres war es nach Darstellung der Staatsanwaltschaft an einer Bushaltestelle im Stadtteil Bergedorf zu einer Auseinandersetzung zwischen dem 25-Jährigen und einer Gruppe Jugendlicher gekommen. Ein Teil der Jugendlichen soll ihn dann zu der nahe gelegenen Wohnung seiner Freundin verfolgt haben. Dort sollen sie sich gegenseitig beschimpft und beleidigt haben. Schließlich soll der 25-Jährige mit einem Messer bewaffnet aus dem Haus gestürmt sein.

"Mit Tötungsvorsatz" habe er dem 18-Jährigen mindestens drei Messerstiche versetzt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Als der 16-Jährige ihm zu Hilfe eilen wollte, soll der Angeklagte ihn ebenfalls attackiert haben. Erst als der 25-Jährige von einem weiteren Jugendlichen festgehalten und auf den Hinterkopf geschlagen wurde, ließ er von dem Opfer ab und floh. Der 18-Jährige starb rund eine Stunde nach der Tat im Krankenhaus.

Für den Prozess sind insgesamt 14 Verhandlungstage bis Ende November geplant.

(dpa/aba)

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