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Radio Hamburg

Prozess-Auftakt

Mann sticht 18-Jährigen in Bergedorf nieder

Hamburg, 10.09.2014
Landgericht, Bergedorf

Am Dienstag (09.09) hat der Prozess gegen einen 25-Jährigen aus Bergedorf begonnen, der einen 18-Jährigen mit Messerstichen tödlich verletzt haben soll.

Als ein Streit eskaliert, soll ein 25-Jähriger mit einem Messer auf eine Gruppe Jugendlicher losgegangen sein. Ein 18-Jähriger stirbt, sein 17-jähriger Freund wird schwer verletzt.

In der Nacht zum 9. März ist es in laut Anklage in der Nähe einer Bushaltestelle in Hamburg-Bergedorf zu einem Streit und einer Schlägerei zwischen dem 25-jährigen Angeklagten und einer Gruppe Jugendlichen gekommen. Als sich der Streit dann vor der Wohnung der Freundin des Anklagten verlagerte, eskalierte die Situation. Nachdem er von der Gruppe aufgefordert wurde, die Angelegenheit vor der Tür zu klären, soll er mit einem Messer bewaffnet aus der Tür gestürmt sein. Dabei soll er einen 18-Jährigen mit Messerstichen so schwer verletzt haben, dass dieser eine Stunde später an einem Herzdurchstich im Krankenhaus starb. Sein 17-jähriger Freund wurde bei der Tat schwer verletzt.

Aus nichtigem Anlass

Der 25-jährige Angeklagte soll den 18-Jährigen aus nichtigem Anlass niedergestochen haben. "Provozierendes Anstarren" soll laut Aussagen des 17-Jährigen der Grund für die tödliche Attacke gewesen sein. Auch er wurde, als er dem Opfer helfen wollte, vom Täter mit Messerstichen schwer verletzt. Der Angeklagte steht seit Dienstag (09.09) wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Laut Angaben seines Verteidigers sei der 25-Jährige "täglichen Angriffen durch eine Personengruppe" ausgesetzt gewesen. Er sei von Schlägen und Tritten an Kopf und Rücken verletzt worden. Weitere Angaben machte der Rechtsanwalt nicht.

Die Schwester des Opfers und der 17-Jährige treten als Nebenkläger auf. Der Auftakt des Verfahrens fand unter großem Zuschauerinteresse und hohen Sicherheitsvorkehrungen statt.

"Wie können Sie solch einen Typen verteidigen?"

Der 17-jährige Zeuge geriet während seiner mehrstündigen Aussage mehrmals mit der Verteidigung des Angeklagten aneinander. Bei Polizeivernehmungen schilderte er zwei verschiedene Versionen des Tathergangs. Die Widersprüche erklärte er vor Gericht damit, dass er bei der ersten Vernehmung gearde von dem Tod seines langjährigen Freundes erfahren habe. Während des Prozesses äußerte er die Frage in Richtung Verteidiger: "Wie können Sie solch einen Typen verteidigen?"

Der Prozess soll am 19. September weitergehen. Für das Verfahren sind weitere 13 Verhandlungstage geplant, ein Urteil wird Ende November erwartet.

(dpa/ jmü)

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