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Radio Hamburg

Versuchter Mord

Mehr als sechs Jahre Haft für Messerstecher

Hamburg, 02.09.2014
Gefängnis

Vor dem Hamburger Landgericht wurde ein 34-Jähriger nach dem Angriff auf seine damalige Freundin zu sechs Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Er wollte das Beziehungsende nicht hinnehmen: Ein 34-Jährigerr muss hinter Gitter, da er seine Ex auf der heimischen Toilette angegriffen und schwer verletzt hat. 

Ein 34-Jähriger aus Hamburg, der seine Ex-Freundin aus enttäuschter Liebe beinahe umgebracht hat, muss für sechs Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das Landgericht Hamburg verurteilte den Mann am Dienstag (02.09) wegen versuchten heimtückischen Mordes und gefährlicher Körperverletzung. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Nicht mit der Trennung abfinden

"Sie wollten sich nicht mit der Trennung abfinden und diese buchstäblich um jeden Preis verhindern", sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bülter in der Urteilsbegründung. Der Angeklagte hatte die Bluttat beim Prozessauftakt gestanden, sich aber auf Erinnerungslücken berufen. Am Tag der brutalen Attacke Mitte Januar hatte der Angeklagte der 27-Jährigen nach Feststellung des Gerichts vor der Tür aufgelauert, als seine damalige Partnerin ihren Sohn gerade zur Schule bringen wollte. Er drängte beide zurück in die Wohnung und bekniete die Frau vergeblich, ihm eine zweite Chance zu geben.

Auf Toilette angegriffen

Als sie gerade auf der Toilette saß, zog der Mann nach Bülters Angaben plötzlich ein Messer und fügte ihr mindestens 20 Stiche und Schnitte zu. Ein Stich verfehlte das Herz knapp, Ärzte konnten das Leben des Opfers nur mit einer Notoperation retten. Der damals siebenjährige Sohn der Frau musste den Messerangriff zwar nicht mitansehen, bekam den Tumult in seinem Kinderzimmer jedoch mit - und sah seine Mutter schließlich blutüberströmt. "Der Sohn hörte alles durch die Wand mit an und schrie und weinte ebenfalls", sagte Bülter.

Von der Tat traumatisiert

Die Frau und der Kleine leiden bis heute sehr unter den Folgen der Tat, beide werden psychotherapeutisch behandelt. Die 27-Jährige ist zudem körperlich beeinträchtigt - sie kann ihren Jungen etwa nicht mehr hochheben. "Es verbleiben 20 Narben, die teilweise deutlich erkennbar sind", betonte Bülter. Die 27-Jährige - sie trat als Nebenklägerin auf - war beim Urteil im Gerichtssaal. Der Angeklagte habe aus einem Motivbündel heraus gehandelt, erklärte der Richter - ein Bündel aus Enttäuschung, Verzweiflung, einer depressiven Neigung und einem erheblich gestörten Selbstwertgefühl. Um Aufmerksamkeit und Mitleid zu bekommen, habe er seiner Ex-Freundin sogar eine angeblich gravierende Krebserkrankung vorgetäuscht.

Versuchter Suizid nach Messerangriff

Nach der Bluttat hatte der Mann mit einem Sprung vom Balkon versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Bülter sprach dem Angeklagten ins Gewissen, die Endgültigkeit der Trennung zu akzeptieren. Die Richter wollen das auch in der schriftlichen Urteilsbegründung festhalten - damit es etwa eine Rolle spielt, wenn eine mögliche vorzeitige Entlassung aus dem Gefängnis geprüft wird. Staatsanwaltschaft und Nebenklage hatten zehn Jahre Gefängnis gefordert, die Verteidigung höchstens sechs Jahre Haft.

Lest auch: 10 Jahre Haft gefordert: 34-Jähriger gesteht brutale Messerattacke auf Ex

Mit zahlreichen Messerstichen soll ein 34-Jähriger seine damalige Partnerin auf der Toilette beinahe umgebracht h ...

(dpa/san)

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