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Radio Hamburg

Yagmur-Prozess

Yagmurs Mutter bricht in Tränen aus

Hamburg, 04.09.2014
RHH - Expired Image

Eine Tante von Yagmurs Vater beschrieb die angeklagte Mutter als "kühl und aggressiv".

Im Prozess um die totgeprügelte dreijährige Yagmur hat ein Bekannter des mitangeklagten Vaters ausgesagt. Yagmurs Mutter zeigte erstmals Gefühle.

Bei einem pöbeligen Auftritt eines Zeugen im Hamburger Prozess gegen die Eltern der getöteten kleinen Yagmur hat die angeklagte Mutter einen Weinkrampf erlitten.

Zeuge: Yagmurs Mutter kann "auf Knopfdruck weinen"

Die 27-Jährige schlug die Hände vor ihr verheultes Gesicht, sie wirkte erschüttert. Die Verteidigerin deutete am Donnerstag vor dem Landgericht an, der Mann könnte ihre Mandantin in deren Wohnung bedroht haben - was er jedoch bestritt. Die Hintergründe blieben rätselhaft. Der Zeuge warf Yagmurs Mutter vor, sie könne "auf Knopfdruck heulen".

Lest auch: Yagmur-Prozess: Zeugen bezeichnen Mutter als "aggressiv"

Am Montag (25.08) zeichneten zwei ehemalige Freundinnen von Yagmurs Mutter ein mehr als schlechtes Bild. Beide El ...

Dreijährige starb nach Misshandlungen

Bisher ließ sich an den meisten anderen Verhandlungstagen bei beiden Angeklagten keine Regung erkennen. Die dreijährige Yagmur war kurz vor Weihnachten 2013 an den Folgen von Misshandlungen gestorben. Die Mutter steht wegen Mordes vor Gericht, der Vater soll das Kind nicht geschützt haben. Das Mädchen wurde seit seiner Geburt von den Behörden betreut, die wegen Versäumnissen in der Kritik stehen.

Mysteriöser Anruf an Yagmurs Todestag

Der Zeuge sollte eigentlich darüber Auskunft geben, warum ihn Yagmurs Vater am Todestag des Kindes viereinhalb Minuten lang angerufen hatte - direkt nachdem er frühmorgens einen Notruf abgesetzt hatte. Der 28-Jährige - ein Bekannter des Angeklagten - erklärte aber, er wisse darüber nichts mehr. Das Gericht nahm ihm diese Erinnerungslücken nicht ab: "Das ist absurd." Die Richter redeten ihm eindringlich ins Gewissen und erklärten, auf ihn könnte ein Verfahren wegen uneidlicher Falschaussage zukommen.

Lest auch: Fall von Yagmur: Zeugen erzählen von Affären der Mutter

Am Donnerstag haben Zeugen aus dem Umfeld des Vaters über die Familienzustände gesprochen und von Männergeschicht ...

Zeuge gibt sich völlig ahnungslos

Der Zeuge betonte jedoch, er habe nie mit dem Angeklagten über dessen Frau oder dessen Kind gesprochen: ""Das schwöre ich." Als er merkte, dass ihm das Gericht seine Version nicht abnimmt, sagte er in Richtung Richterbank: "Dann werde ich auch meinen Anwalt einschalten." Der 28-Jährige hatte bei seinem Zeugenauftritt zunächst erklärt, er sei völlig ahnungslos, worum es gehe. In seiner Ladung, die verlesen wurde, stand allerdings eindeutig, es drehe sich um ein Telefonat mit dem Angeklagten am 18. Dezember 2013.

Bizarrer Streit zwischen der Angeklagten und dem Zeugen

Auch mit Yagmurs Mutter - sie schweigt vor Gericht bisher zu den  Vorwürfen - lieferte sich der Zeuge ein Wortgefecht. "Kennst Du mich?", fragte er die Angeklagte. "Ja", sagte sie. «Woher?", fragte er. "Du warst in meiner Wohnung", sagte sie. Der Zeuge befand, er sei "im falschen Film". Die Frau erwiderte: "Und in was für einem Spiel bin ich drin?" Danach beendete der Richter den bizarren Dialog.

Angeklagte wird als "kühl und aggressiv" beschrieben

Zuvor hatte eine Tante von Yagmurs Vater als Zeugin ausgesagt. Die 44-Jährige beschrieb die Angeklagte als kühl und aggressiv: "Sie war nicht sehr warmherzig. Wo sie ist, da kommt es zu Schaden." Nach einem Streit hatte sie den Kontakt zu der 27-Jährigen abgebrochen. Viele ihrer Lügen seien erst nach Yagmurs Tod ans Licht gekommen, sagte die Zeugin - etwa dass das Kind von einer Pflegemutter betreut wurde und nicht von den Eltern der Angeklagten.

Yagmurs Mutter bricht in Tränen aus

Bei der Aussage der Tante brach der Angeklagte in Tränen aus. Die Zeugin betonte: "Es tut mir sehr leid, dass wir Yagmur in so jungen Jahren verloren haben."

(dpa/mgä)

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