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Radio Hamburg

Versorgung

Stromnetz Hamburg stellt sich neu auf

Hamburg, 22.04.2015
Stromnetz Hamburg LOGO

Nach dem Stromnetzrückkauf steckt der städtische Betreiber Stromnetz Hamburg noch im Firmenaufbau.

Hamburg musste nach einem Volksentscheid das Stromnetz von Vattenfall zurückkaufen. Stromnetz Hamburg hält nun die Netze instand und stellt sich selbst neu auf.

Rund 950 Elektroautos sind derzeit auf Hamburgs Straßen unterwegs und kommendes Jahr sollen es schon 5.000 sein. Nach dem Netzrückkauf durch die Stadt setzt sich das Unternehmen Stromnetz Hamburg für den Ausbau der so genannten Elektromobilität ein. So soll das Angebot der momentan 140 Ladesäulen für Elektroautos bis Ende nächsten Jahres vervierfacht werden. Dabei soll das "Strom"-Tanken mit sogenannten "Direkt-Zahl"-Diensten über das Mobiltelefon leichter werden. Die ersten drei so genannte Direct-Pay-Ladestationen gibt es übrigens an den Total-Tankstellen Mundsburger Damm, Krohnstieg und Hammer Landstraße.

Langer Weg

Doch noch steckt der Betreiber Stromnetz Hamburg mitten im Firmenaufbau. Die Zahl der Mitarbeiter steige bis Frühjahr nächsten Jahres von 138 auf 1100, berichtete Personalchef Jürgen Grieger. "Aus sechs Unternehmenskulturen müssen die Mitarbeiter integriert werden."

Nach einem Volksentscheid hatte die Stadt Hamburg das Stromnetz im Februar 2014 - wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar - wieder komplett von Vattenfall übernommen und zahlte dafür mindestens 655 Millionen Euro. Für 2014 fließt ihr der Jahresüberschuss der Stromnetz GmbH in Höhe von 34,5 Millionen Euro 2014 zu.

Im 1. Quartal 2016 will sich das Unternehmen mit Kundenservice, Personalmanagement, IT, Rechenzentrum und Netzservice neu aufgestellt haben. Parallel dazu wird weiter kräftig in veraltete Anlagen investiert. 2014 flossen rund 182 Millionen Euro in die Sanierung und den Ausbau der Netzinfrastruktur. In diesem Jahr werden es rund 142 Millionen Euro sein, einschließlich 33 Millionen Euro für IT. Diese stehe von Vattenfall nicht mehr zur Verfügung, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer Christian Heine.

Nach dem Kooperationsvertrag mit der Stadt sollen bis 2024 insgesamt rund zwei Milliarden Euro in die Netze investiert werden. Etliche Anlagen stammen noch aus den 1960er Jahren. Rund 12.300 Gigawattstunden (GWh) wurden 2014 durch das Stromnetz geleitet, das sind rund 4,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein sinkender Stromverbrauch bei den Endkunden durch eigene Stromerzeugung, effizientere Geräte sowie Witterungseinflüsse führten zu dem Absatzrückgang, berichtete der technische Geschäftsführer Dietrich Graf.

Gute Erlöse

Die Umsatzerlöse lagen bei rund 552 Millionen Euro (2014: 542 Mio. Euro). Stromnetzbetreiber erheben bei Energieversorgern für die Durchleitung von Strom festgelegte Netznutzungsentgelte. Sie wiederum machen rund ein Fünftel des Strompreises aus, der vom Endkunden verlangt wird.

Im Personalbereich will Stromnetz Hamburg jährlich rund 30 bis 40 Auszubildende vor allem für elektrotechnische Berufe einstellen. Bis zum Jahr 2033 müssten altersbedingt rund 624 Stellen neu besetzt werden, sagte Grieger. (dpa/apr)

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