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Radio Hamburg

Ausschreitungen in Altona

Prozess um Hausbesetzung startet tumultartig

Hamburg, 25.08.2015
Hausbesetzer Prozess Altona

Im August 2014 hat eine Gruppe versucht, ein leer stehendes Haus in Altona zu besetzten. Bei der Räumung sind Polizisten angegriffen und verletzt worden.

Am Hamburger Landgericht beginnt am Dienstag (25.08.) der Prozess um die Ausschreitungen in der "Breite Straße" in Altona.

Mit tumultartigen Szenen im Zuschauerraum hat am Dienstag (25.08.) vor dem Hamburger Landgericht ein Prozess im Zusammenhang mit einer kurzzeitigen Hausbesetzung begonnen. Den sechs Angeklagten im Alter zwischen 18 und 31 Jahren wird versuchter Totschlag, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

Die zwölf Anwälte versuchten, den Beginn der Verhandlung mit zahlreichen Anträgen und Wortmeldungen zu verzögern. Dreimal musste sich die Große Strafkammer zu Beratungen zurückziehen, um dann die Anträge abzulehnen.Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten rund 50 Menschen gegen eine "profitorientierte Stadtentwicklung". Nach Zwischenrufen und einem Applaus für eine Äußerung eines Anwalts ließ der Vorsitzende Richter die etwa 40 Zuschauer aus dem Saal bringen. Dabei kam es zu einer Rangelei, bei der ein Polizist zu Boden ging. Ein anderer Beamter zog seinen Schlagstock und drohte damit.

Polizisten verletzt

Die Angeklagten - fünf junge Männer im Alter von 19, 20, 21, 30 und 31 Jahren sowie eine 18-jährige Frau - sollen nach Darstellung der Staatsanwaltschaft vor fast genau einem Jahr widerrechtlich in ein Haus in Hamburg-Altona eingedrungen sein. Als die Polizei das Gebäude gleich danach räumen wollte, wehrten sich die Besetzer mit Gewalt. Aus dem dritten Stock soll ein 31-Jähriger mehrere Teile eines zerschlagenen Waschbeckens auf Polizisten geworfen haben. Ein 19- und ein 20-Jähriger sollen eine Holztür aus einem Fenster im vierten Stock zielgerichtet auf Beamte gekippt haben. Die Tür landete neben den Polizisten auf dem Gehweg, während die Waschbecken-Brocken mehrere Beamte trafen und drei von ihnen verletzten. Die Angeklagten sollen die Ordnungshüter außerdem mit Feuerwerkskörpern, Feuerlöschern, Molotow-Cocktails, Farbe und
anderen Gegenständen angegriffen haben. Hierbei erlitten laut Anklageschrift mehrere Beamte Knalltraumata, Atemwegsreizungen und Prellungen.

Die Krawallen fanden am Rande eines Hausbesetzer-Kongresses Ende August vergangenen Jahres statt. Die Veranstalter der sogenannten Squatting Days hatten sich mit den Besetzern solidarisiert. Drei der Angeklagten hatten zeitweise in Untersuchungshaft gesessen. (dpa)

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