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Radio Hamburg

Innenbehörde alarmiert

Alle Hamburger Hochbunker auf dem Prüfstand

Hamburg, 10.08.2015
05-Brand

Nach den zwei Hochbunker-Bränden innerhalb von nur fünf Tagen in Rothenburgsort und Bahrenfeld kommen jetzt alle Hochbunker in Hamburg auf den Prüfstand.

Nach dem zweiten Brand in einen Hamburger Hochbunker innerhalb weniger Tage kündigt die Stadt jetzt Konsequenzen und Maßnahmen an.

Der zweite Brand eines Hochbunkers binnen weniger Tage hat die Feuerwehr in Hamburg vor große Probleme gestellt: In dem Bauwerk aus dem Zweiten Weltkrieg lagerten bis zu 5,5 Tonnen Pyrotechnik. In der Nacht zu Samstag (08.08.) hatte es aus zunächst ungeklärter Ursache eine Explosion in dem unbewohnten Gebäude im Stadtteil Bahrenfeld gegeben. Fast über den ganzen Tag hinweg konnten die Einsatzkräfte weder das Gebäude betreten noch den Brand löschen, weil es zu gefährlich war. Die Hamburger Innenbehörde kündigte jetzt an, alle Hochbunker der Hansestadt überprüfen zu lassen.

Gefährliche Löscharbeiten

Erst am Dienstag (04.08.) hatte ein Hochbunker im Stadtteil Rothenburgsort gebrannt. In Bahrenfeld gelangte die Feuerwehr am frühen Samstagabend in den dreistöckigen Bunker und schaffte es, das Feuer im ersten Obergeschoss zu löschen. Rund 150 Bewohner der Nachbarhäuser konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren, die sie zuvor mitten in der Nacht hatten verlassen müssen. Verletzte gab es nicht.

Am Sonntag (09.08.) setzte die Feuerwehr zunächst Brandwachen ein, die im Laufe des Tages abgezogen wurden. In der Nacht zu Samstag sei der Alarm gegen 2.24 Uhr bei der Feuerwehr eingegangen, hieß es. Mit rund 80 Einsatzkräften war die Feuerwehr zu dem schwierigen Einsatz ausgerückt. Die Löscharbeiten waren für die Rettungskräfte gefährlich. "Wir haben riesiges Glück, dass die Kollegen beim ersten Vorstoß da lebend rausgekommen sind", erklärte ein Sprecher. Wegen des starken Rauchs und befürchteter weiterer Verpuffungen konnten die Feuerwehrmänner über mehrere Stunden das Gebäude nicht betreten.

Lagerung und Genehmigungen werden überprüft

Auch der Einsatz eines Roboters des Kampfmittelräumdienstes musste vorzeitig abgebrochen werden. "Es liegen zu viele Trümmer auf der Treppe, eine Wand ist eingestürzt, der Roboter kommt nicht über den Schutt", sagte der Sprecher weiter. Das Gerät sollte Bilder aus dem Inneren des Bunkers liefern. Über Lüftungslöcher gelang es schließlich, Schläuche und Wasser einzuführen, die Temperatur zu senken und die Pyrotechnik zu befeuchten. Teile davon seien wohl explodiert, hieß es. Die genaue Brandursache ist noch nicht ermittelt.

Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) hatte den Unglücksort ebenfalls besucht. Nach dem zweiten Brand in einem Hochbunker innerhalb von fünf Tagen ordnete seine Behörde eine Überprüfung aller Hochbunker in der kommenden Woche an. "Es soll geprüft werden, was dort lagert und welche Genehmigungen dafür vorliegen", sagte Sprecher Frank Reschreiter. Auch die Stabilität und Sicherheit der Bauwerke sollen in Zusammenarbeit mit den Bezirken kontrolliert werden.

Großeinsätze für die Feuerwehr

Erst am Dienstag hatte es im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort in einem Hochbunker gebrannt. Es gab eine explosionsartige Zündung von Rauchgas. 45 Menschen wurden verletzt. Anwohner mussten die Häuser verlassen. Für die Feuerwehr in der Hansestadt war es neben den beiden Bunkerbränden der dritte Großeinsatz innerhalb kurzer Zeit: Bei einem Chemieunfall in einem Gewerbegebiet war am Donnerstag (06.08.) stark ätzende Lauge ausgetreten. (dpa/apr)

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