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Radio Hamburg

Debatte über behördliche Betreuung

Schwere Vorwürfe nach dem Tod von Tayler

Hamburg, 22.12.2015
Misshandlungen, Gewalt, Kind

Der Sozialverband Hamburg erhebt schwere Vorwürfe nach dem Tod des 1-jährigen Tayler.

Nach dem vermutlich durch Misshandlung hervorgerufenen Tod des einjährigen Tayler aus Altona erhebt der Sozialverband Hamburg schwere Vorwürfe.

Demnach haben die Verantwortlichen aus Fehlern bei früheren Fällen nichts gelernt. Klaus Wicher, der Vorsitzende des Sozialverbandes sagt: es wurde offenbar weiter herumgewurschtelt. Tayler ist das sechste von Behörden betreute Kind, dass binnen elf Jahren hier in Hamburg gestorben ist.

Sozialsenatorin Leonhard verteidigt unterdessen das System der Kinder- und Jugendhilfe in Hamburg und sagt: es gibt klare Handlungsanweisungen für die Angestellten. Diese bestreiten, Hinweise auf eine mögliche Misshandlungen des Jungen übersehen zu haben.

Cordula Stucke vom Kinderschutzzentrum Hamburg - ganz grundsätzlich gefragt: was raten Sie Eltern, wenn die merken, dass sie aggressiv werden? "Ich rate in jedem Fall dazu zu gucken, wie man sich beruhigen kann. Aus der Situation rausgehen, sich Unterstützung holen, das Kind anderen zu übergeben um dann in Ruhe weiterzusehen."

Und wenn das häufiger vorkommt? "Ich glaube der wichtigste Schritt ist, sich zunächst selber klar zu machen, dass jeder an und über seine eigenen Grenzen kommen kann. Wer in der Lage ist, sich das auch einzugestehen und sich zu sagen, so, ich möchte lernen, das anders zu machen im Interesse meines Kindes. Die meisten Eltern lieben ihre Kinder und möchten nicht, dass ihren Kindern etwas schlimmes passiert, schon gar nicht durch sie selber. Damit umzugehen und zu sagen, das muss ich bei mit entwickeln, das muss ich lernen, da hole ich mit Unterstützung. Das ist das, worauf es ankommt."

Inzwischen hat auch zwischen den politischen Parteien in der Stadt wieder eine Debatte über die behördliche Betreuung von Kindern und Familien begonnen. Die FDP regt dabei an, zu prüfen, ob die Regeln für die Rückgabe von Kindern aus Pflegefamilien an die leiblichen Eltern zu weich seien.

Der am Wochenende gestorbene Tayler war im Spätsommer nach einem Schlüsselbeinbruch für einige Wochen bei Pflegeeltern untergebracht worden.

(rh / ste)

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