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Radio Hamburg

Olympia in Hamburg

Diskussion um Umsiedlung der Hafenbetriebe

Hamburg, 01.02.2015
Olympia, Sommerspiele, Olympiastadion, Olympia in Hamburg

Für die Olympischen Spiele in Hamburg müssten auch Hafenbetriebe umgesiedelt werden. Bis 2024 wird die Zeit für die Umsetzung nicht reichen, warnt der Chef der Hafenwirtschaft.

Der Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg, Gunther Bonz, hält die Vorbereitungszeit für Olympische Spiele 2024 in der Hansestadt für viel zu kurz. Für das vom Senat vorgeschlagene Olympia-Gelände auf dem Kleinen Grasbrook müssten mehrere Unternehmen mit insgesamt 2.000 Beschäftigten umgesiedelt werden, sagte Bonz der Deutschen Presse-Agentur. 

Praktische, bürokratische und politische Probleme

"Die Verlagerung der Betriebe braucht Vorlauf, Planungs- und Investitionssicherheit, das ist keine ganz einfache Veranstaltung", sagte Bonz. "Es gibt im Hafen keine ohne weiteres nutzbaren Brachflächen, die einfach so auf einen neuen Nutzer warten." 
Bonz sieht praktische, bürokratische und politische Probleme. Für die Unternehmen vom Kleinen Grasbrook müssten zunächst geeignete Ersatzflächen gefunden werden. Hafenerweiterungsflächen gebe es noch in Altenwerder und Moorburg. "Die wird man in Anspruch nehmen müssen."

Grüne "immer noch" gegen Hafenerweiterung

Allerdings: "Besonders die Hamburger Grünen sind dagegen, an der Stelle den Hafen auszuweiten. Der Kampf der Einwohner von Altenwerder gegen die Hafenerweiterung war ja damals die Urzelle der "Bunten Liste" bzw. der "Grün-Alternativen Liste". Von der Anti-Hafen-Haltung haben sich die Grünen hier ja immer noch nicht verabschiedet." Dieser politische Konflikt müsse erst noch gelöst werden.

Klagen von Umweltverbänden möglich

Für die Umsiedlung müssten auch Grünflächen in Anspruch genommen werden, sagte Bonz. "Man muss ein Planfeststellungsverfahren machen. Dagegen werden die Umweltverbände klagen. Welche Macht die Umweltverbände durch die Verbandsklage bei solchen Verfahren leider haben, ist bekannt." Aus all diesen Faktoren zieht Bonz den Schluss: "Wenn schon die Elbvertiefung jetzt bislang 14 Jahre dauert, glaube ich nicht, dass wir die notwendigen Planungen und Genehmigungen im Hafenerweiterungsgebiet in weniger als neun Jahren bewerkstelligen können."

Die von Sportsenator Michael Neumann (SPD) bis Ende Februar angekündigte, grundsätzliche Einigung mit den betroffenen Unternehmen hält Bonz zwar für möglich. Für die Umsiedlung müssten aber eben Flächen in Moorburg her. Genau das hat Neumann nach Angaben seines Sprechers aber bislang ausgeschlossen.

Hamburg und Berlin wollen die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 ausrichten. Am 21. März will der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, welche Stadt er ins Rennen schickt.

(dpa/mgä)

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