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Radio Hamburg

Streik am Flughafen

Terminals wieder geöffnet - Stundenlanges Warten

Hamburg, 09.02.2015
Streik, Flughafen, Terminal, Anzeigentafel, 09.02.15

Zahlreiche Flüge wurden bereits gestrichen. Fluggäste müssen sich auf lange Wartezeiten einstellen.

Nachdem die Polizei am Montagmorgen die Eingänge zu den Terminals wegen zu hohen Passagierandrangs schließen musste, konnten sie inzwischen wieder geöffnet werden. 

Wegen eines Warnstreiks des Sicherheitspersonals müssen Zehntausende Reisende an den Flughäfen in Hamburg, Hannover und Stuttgart mit Verzögerungen rechnen. Als erste legten am frühen Montagmorgen (9.02) die Bediensteten am Airport in Stuttgart die Arbeit nieder. "Das bedeutet längere Wartezeiten bei der Abfertigung", sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Bernd Wuttig.

Zuspitzung der Lage am Morgen

Stefani Hader vom Flughafen Hamburg am Montagmorgen: "Wir sind jetzt an der Situation angelangt, dass die Terminals überfüllt sind. Jetzt stehen Wachen an den Eingängen und lassen keine Fluggäste mehr ans Terminal. Und wir werden jetzt auch aufrufen, dass alle Gäste, die nicht unbedingt fliegen müssen, nach Hause gehen und ihren Flug umbuchen sollten. Wir sind an der Kapazitätsgrenze und müssen jetzt leider die Terminals schließen. Die ein bis zwei Kontrollstellen, die besetzt sind, arbeiten weiter. Aber wir haben jetzt bereits Wartezeiten von vier bis fünf Stunden."

Terminals wieder geöffnet

Inzwischen (11 Uhr) sind die Terminals wieder geöffnet. Passagiere müssen jedoch mit langen Wartezeiten rechnen. Immer mehr Flüge werden auch ganz gestrichen.

Zehntausende Fluggäste betroffen

Von dem ganztägigen Warnstreik sollten allein in Hamburg nach Angaben einer Flughafensprecherin rund 40.000 Passagiere betroffen sein. Auch am Flughafen Hannover sollten weniger Beschäftigte als sonst Passagiere, Gepäck und Waren kontrollieren. In Stuttgart müssen Fluggäste mit Verzögerungen von bis zu einer

Stunde rechnen, wie ein Sprecher des Airports sagte. Nur einer von vier Terminals sei besetzt. Es seien zwar zusätzliche Arbeitskräfte engagiert worden, dennoch sollten Reisende auf Nummer sicher gehen und mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein.

Bis zu 2,50 Euro mehr Lohn pro Stunde

Hintergrund des Warnstreiks sind festgefahrene Tarifverhandlungen in der Sicherheitsbranche. Verdi will so den Druck auf die Arbeitgeber in Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen erhöhen. Die Gewerkschaft fordert je nach Bundesland und Beschäftigtengruppe 0,70 Euro bis 2,50 Euro mehr Lohn in der Stunde. Die Arbeitgeber bezeichneten die Warnstreiks als ungerechtfertigt.

Streiks betreffen ganzes Sicherheitspersonal

Die drei bestreikten Airports gehören zu den zehn größten Flughäfen Deutschlands. Sie fertigen täglich zusammen im Durchschnitt gut 80.000 Passagiere ab. Die Tarifverhandlungen betreffen nicht nur Mitarbeiter an Flughäfen, sondern das gesamte Wach- und Sicherheitspersonal. Dazu zählen auch Beschäftigte, die Firmengebäude und militärische sowie kerntechnischen Anlagen bewachen.

Die Passagiere werden gebeten, sich bei ihren Fluggesellschaften zu melden und sich über Verspätungen und Ausfälle zu informieren.  Hierfür gibt es bei jeder Airline spezielle Hotlines.

(dpa / ste)

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