Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Brandanschlag Mopo

Unklarheit über Hintergründe der Tat

Hamburg, 12.01.2015
RHH - Expired Image

Bei dem Brandanschlag auf die Hamburger Morgenpost wurde kein Mensch verletzt.

Der Hintergrund des Brandanschlags auf die "Mopo" ist weiter unklar. Der Tatverdacht gegen zwei festgenommene Männer hat sich nicht bestätigt.

Einen Tag nach dem Brandanschlag auf die "Hamburger Morgenpost" rätseln die Ermittler weiter über die Hintergründe. Zwei kurz nach der Tat festgenommene Männer wurden wieder freigelassen. "Ein Tatverdacht konnte letztlich auch nach ersten kriminaltechnischen Untersuchungen nicht erhärtet werden", teilte eine Polizeisprecherin mit.  Die beiden 35 und 39 Jahre alten Männer waren am frühen Sonntagmorgen vor der Polizei geflohen und anschließend in einer S-Bahn am Bahnhof Altona festgenommen worden. In den Vernehmungen durch Kriminalbeamte des Staatsschutzes hätten sie bestritten, etwas mit der Brandstiftung zu tun zu haben. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung seien sie entlassen worden, hieß es weiter.

Drohungen und Hass-Mails

Unbekannte hatten am frühen Sonntagmorgen von einem Hinterhof aus mehrere Steine und mindestens einen Brandsatz in das Archiv der Boulevardzeitung geworfen. Akten gerieten in Brand, die Feuerwehr konnte ein Ausbreiten der Flammen aber verhindern. Die "Mopo" hatte nach dem Terroranschlag in Paris islamkritische Karikaturen des Satiremagazins "Charlie Hebdo" auf ihrer Titelseite mit der Schlagzeile nachgedruckt: "So viel Freiheit muss sein!". Daraufhin hatte sie nach eigenen Angaben Drohungen und Hass-Mails bekommen.

Zeugen gesucht

Die Hamburger Polizei hatte am Sonntag nicht ausgeschlossen, dass der Anschlag auf die "Mopo" im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Ereignisse in Frankreich steht. Am Montag titelte das Blatt: "Wir bleiben Mopo!" Die kriminaltechnischen Untersuchungen dauerten am Montag noch an. DNA-Untersuchungen könnten noch einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es. Die Ermittler baten mögliche Zeugen erneut um Hinweise. "Es gibt keine heiße Spur", sagte die Polizeisprecherin. Auch ein Bekennerschreiben sei nicht aufgetaucht. Verdächtige Beobachtungen, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, sollten dem LKA unter der Hinweisnummer 4286-56789 gemeldet werden.

Die Zeitung erhielt auch am Montag noch Solidaritätsadressen von Politikern und Verbänden. "Gewalt darf in Deutschland kein Mittel der Auseinandersetzung mit missliebigen Meinungen oder Veröffentlichungen werden", sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr. "Gewalt gegen Redaktionen ist immer auch ein Anschlag auf die Presse- und Meinungsfreiheit und damit auch auf eine demokratisch verfasste Gesellschaft", erklärte die Landesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Marina Friedt. (dpa)

comments powered by Disqus