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Radio Hamburg

Fauxpas in Tagesschau

Ausgiebige Kamerafahrt über Katja Sudings Beine

Stuttgart, 07.01.2015

Die Kamera schwenkt während des FDP-Dreikönigstreffen ausgiebig über Katja Sudings Beine. 

Am Dienstagabend (06.01.) machte die "Tagesschau" eine ausgiebige Kamerafahrt über die Beine von Hamburger FDP-Politikerin Katja Suding und sorgte damit für Furore.

In der "Tagesschau" von Dienstag (06.01.) passierte etwas, was man in einer seriösen Nachrichtensendung wohl schon länger nicht gesehen hat. Während eines Beitrags über das Dreikönigstreffen der FDP fuhr die Kamera in aller Ruhe über die Beine der Hamburger FDP-Landesvorsitzenden Katja Suding. Während der Rede von Parteichef Christian Lindner saß Suding im Hintergrund – mit knielangem Rock und übereinandergeschlagenen Beinen.

"Tagesschau" entschuldigt sich

"Es ist einer dieser Schwenks, die wir in den 80er und frühen 90er Jahren noch gesehen haben", schrieb der Chefredakteur von "ARD-aktuell", Kai Gniffke, im Tagesschau-Blog und reagierte damit auf Kritik in sozialen Netzwerken. "Der Beine-Schwenk gehört auf den Index. Tut mir leid, Frau Suding."

Die Bilder hätten nicht verwendet werden dürfen, entschuldigte sich der Chefredakteur. "Und das nicht, weil feministische Gäule mit mir durchgehen, sondern schlicht deshalb, weil diese Einstellung dazu angetan ist, einen Teil unserer Zuschauerinnen und Zuschauer zu empören", schrieb Gniffke.

Umschwung bei der FDP

Der Beitrag in der 20-Uhr-Ausgabe der ARD-Nachrichtensendung am Dienstagabend hatte das Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart behandelt. Dort wollten die Liberalen mit einem neuen Logo, neuen Farben und einer Kampfansage punkten. Die "Tagesschau"-Kamera hatte aber vor allem Augen für die Beine der Hamburger Spitzenkandidatin Suding, die bei der Wahl in der Hansestadt am 15. Februar um die sieben Prozent holen will.

Sudings Reaktion

Katja Suding beweist in der ganzen Angelegenheit Humor und reagiert locker. "Jetzt weiß jeder, dass ich mit meinen sportlichen Beinen die Fünf-Prozent-Hürde mit Sicherheit überspringen werde, ganz locker", sagte sie am Mittwoch in Hamburg. "Jeder weiß aber auch, dass man mit schönen Beinen keine Wahlen gewinnt, sondern mit guter Politik, und die machen wir." 

Suding begrüßte zugleich, dass "ARD-aktuell"-Chefredakteur Kai Gniffke erkannt habe, dass diese Art der Kameraführung nicht die Zukunft des deutschen Fernsehnachrichtenjournalismus sein könne. Als sexistisch wollte sie die Aufnahmen vom Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart aber nicht bezeichnen.

Furore bei Twitter

Besonders in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter sorgte der Fauxpas der "Tagesschau" für Furore. Unter dem Hashtag #BeinGate gibt es derzeit unzählige Tweets und Posts über Katja Sudings Beine zu lesen.

Zweite Panne

Nach der eher unangebrachten Kameraführung leistete sich die Tagesschau am Mittwochmorgen (07.01) gleich die zweite Panne. Bei der 9-Uhr-Ausgabe fing die Sendung schon mit technischen Fehlern an und zeigte falsche Bilder zu den gelesenen Beiträgen. Als irgendwann gar nichts mehr funktionierte, wurde die Sendung abgebrochen.

Scheinbar hatte ein Mitarbeiter versehentlich "den Sendeablauf der Tagesschau-Ausgabe vom Vortag geladen, sodass es zu den Meldungen keine passenden Illustrationen gab". 

(dpa/asc)

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