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Radio Hamburg

Vom Schulhof verschleppt

21-Jähriger gesteht sexuellen Missbrauch

Hamburg, 08.01.2015
Landgericht, Bergedorf

Nachdem der Richter immer wieder widersprüchliche Antworten erhalten hatte, sagte er: "Das ist eher was für Psychologen als für Juristen."

Ein 21-Jähriger hat vor dem Landgericht Hamburg gestanden, eine siebenjährige Schülerin verschleppt und sexuell missbraucht zu haben.

Der Staatsanwalt hatte den Angeklagten zuvor beschuldigt, das Mädchen vergangenen Juli vom Hof einer Hamburger Grundschule in einen nahen Wald gezerrt und sich dann an ihr vergangen zu haben. Über seinen Anwalt ließ er im Prozess am Donnerstag (08.01) das Geständnis verlesen, in dem es heißt, "die Tat ist mir nicht wesensfremd."Der junge Mann erklärte, den Übergriff nicht geplant zu haben. Auf die Tat angesprochen, druckste er immer wieder einsilbig herum. Selbst für seinen Verteidiger blieb er ein Rätsel. "Ich bin ratlos. Ich habe versucht, mit ihm zu arbeiten, aber ich kann nicht in ihn hineinsehen."

In Waldstück gezerrt und missbraucht

So unklar die Hintergründe, so genau fügte sich, was der Mann dem Mädchen angetan haben soll. Der Angeklagte, der aussagte, als Kind selbst die Grundschule in Hamburg-Niendorf besucht zu haben, sei über einen Zaun auf den Schulhof geklettert, habe sich vorgestellt und die anderen anwesenden Kinder weggeschickt, berichtete das siebenjährige Opfer, dessen auf Video festgehaltene Aussage abgespielt wurde. Anschließend habe der Täter sie über einen Zaun geworfen und in ein kleines Waldstück gezerrt, in dem er sie schließlich missbrauchte.

2,6 Promille im Blut

Erst der von den anderen Schülern und einer Betreuerin des Nachmittagshorts alarmierte Hausmeister konnte die damalige Erstklässlerin retten. In dem Waldstück fand der 49-Jährige die beiden und zog den Täter von der Schülerin weg. Der Täter konnte damals flüchten. Als er vier Stunden später gefasst wurde, hatte er noch 2,6 Promille Alkohol und Drogen im Blut.

(dpa)

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