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Radio Hamburg

Zweite Rote Flora?

Der Konflikt im Münzviertel

Hamburg, 27.07.2015
Münzviertel, KoZe

Am Montag (27.07.) fand eine Demonstration am Münzplatz statt.

Am Montagmorgen (27.07.) rückte im Münzviertel eine Hundertschaft der Polizei aus - eigentlich nur, damit ein Bauzaun aufgestellt werden kann. 

Mit zwei Hundertschaften, Wasserwerfern und Räumfahrzeugen hat die Hamburger Polizei am Montagmorgen (27.07.) die Vorbereitungen für Bauarbeiten an dem von linken Gruppen genutzten Gebäudekomplex im Münzviertel geschützt. Konkret wurde ein Bauzaun aufgestellt. Der Einsatz habe gegen 5.45 Uhr begonnen, berichtete ein Polizeisprecher. "Einige Personen haben Widerstand geleistet, zum Beispiel durch eine Sitzblockade." Vier Menschen wurden festgenommen, von zwei weiteren die Personalien aufgenommen.

Missverständnis zwischen Polizei und KoZe

Nach Ansicht vieler, handelte es sich bei dem Widerstand eher um ein Missverständnis, denn vertraglich ist alles geregelt. Ein Teil des Gebäudes wird derzeit vom kollektiven Zentrum (KoZe) besetzt. Die befürchteten aufgrund der Polizeimassen wohl, das Gebäude werde von den Beamten geräumt. Auf dem Gelände des leerstehenden Teils der ehemaligen Gehörlosenschule sollen nämlich 400 Wohnungen gebaut werden, erklärt Daniel Stricker von der Finanzbehörde. Zunächst muss dafür allerdings die Asbestsanierung vorgenommen werden, bevor das Gebäude abgerissen werden kann.

Der Konflikt im Münzviertel

Betont wird, dass der Mietvertrag ausschließlich mit dem Kunstlabor Naher Gegenden (KuNaGe) e.V bestünde. Die Kita und der Kunstverein KoZe sollen vorerst nicht von diesen Arbeiten betroffen sein. Langfristig müsse aber auch die Kita abgerissen werden. Dafür gebe es aber noch keinen festen Termin, so Daniel Stricker. Die Verträge dafür seien jedoch alle klar geschlossen. Der Investor rechne nicht mit Baubeginn vor Ende 2016.

Demonstration in der Innenstadt

Gut 100 Aktivisten versammelten sich am Montagabend nach Polizeiangaben in der Innenstadt. Nach etwa zwei Stunden sei die Aktion vorbei gewesen, sagte ein Polizeisprecher. "Es war alles friedlich." Die Aktivisten hatten in sozialen Netzwerken zu der Demonstration aufgerufen.
Das Gelände der ehemaligen Gehörlosenschule im Münzviertel am Hauptbahnhof ist an den Investor HBK verkauft. Er will den Komplex bis auf ein unter Denkmalschutz stehendes älteres Gebäude abreißen und 400 Wohnungen bauen. Die Abrissgenehmigung wurde erteilt. Die Stadt hat linken Gruppen, dem "Kollektiven Zentrum" (KoZe), einen Teil dieser Räume mietfrei zur Zwischennutzung überlassen. Es veranstaltet dort Kurse, hat eine Fahrradwerkstatt und eine Schneiderei eingerichtet. 

Zweite Rote Flora?

Die CDU befürchtet, es könne auf dem Gelände eine zweite "Rote Flora" entstehen. "Der Senat wäre gut beraten, keine Geschäfte mit Personen zu machen, die permanent das Recht brechen", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Dennis Gladiator. Hamburgs Innensenator müsse dafür sorgen, dass das Mietverhältnis mit dem "KoZe" beendet werde und den Weg freimachen für den Bau der dringend benötigten Wohnungen, forderte Gladiator.

(dpa/ dw /kru)

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