Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Fahrlässige Tötung?

Polizei durchsucht Asklepios-Kliniken

Hamburg, 24.06.2015
Asklepios Klinik Altona

Auch die Asklepios-Klinik Altona wurde im Zuge der Ermittlungen am Mittwoch (24.06) durchsucht.

Nach dem Tod eines jungen Mannes in der Asklepios Klinik Altona hat die Polizei am Mittwoch (24.06) Unterlagen in mehreren Gebäude sichergestellt.

Der 29-Jährige sei im März 2014 mit einem Rettungswagen mit Kopf- und Nackenschmerzen sowie Übelkeit in die Asklepios Klinik Wandsbek gebracht worden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Nana Frombach. In der Notaufnahme sei er aber in den Warteraum geschickt worden. Danach habe er einen Krampfanfall erlitten. Zwei Tage später sei er in der Asklepios Klinik in Altona an den Folgen einer Hirnblutung gestorben.

Fahrlässige Tötung?

Jetzt werde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt, sagte Frombach - aber noch nicht gegen einen namentlich bekannten Arzt. Es seien Unterlagen zu dem Vorfall in den Kliniken in Wandsbek und Altona sichergestellt worden, die jetzt ausgewertet würden. Nach Informationen des Magazins "Panorama 3" und des Radiosenders "NDR 90,3" erkannte der behandelnde Arzt offenbar nicht die Schwere der Erkrankung. Dem Magazin liege ein internes Protokoll vor, in dem von einer "eklatanten Fehleinschätzung" die Rede sei.

Erkrankung übersehen

Bei dem "jungen, sonst gesunden Patienten" sei eine "lebensbedrohliche Erkrankung übersehen worden". Der Sprecher des Klinikkonzerns, Rune Hoffmann, bedauerte den Fall und sprach gegenüber dem "NDR" von "einem besonders tragischen und schicksalhaften Verlauf", bei dem unklar sei, ob dem Mann auch mit einer sofortigen Behandlung noch geholfen hätte werden könne . Im Übergabeprotokoll des Rettungswagen-Teams sei von Kreislaufproblemen die Rede gewesen. Eine akute Bedrohung und die Zuspitzung des Zustands seien nicht absehbar gewesen. Der interne Bericht spreche zwar in der Tat von einer Fehleinschätzung, allerdings aus heutiger Sicht. Die Klinik unterstütze die Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen.

(dpa/san)

comments powered by Disqus