Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Lebendige Luft-Prüfer

200.000 Bienen nehmen Kurs auf den Airport

Hamburg, 16.06.2015
Imker, Bienen, Airport, Flughafen

Flughafenimker Ingo Fehr mit seinen 200.000 fleißigen Mitarbeitern.

Der Luftraum über dem Hamburger Flughafen in Fuhlsbüttel wird etwas enger - noch bis August summen bis zu 200.000 Bienen über das Flughafengelände.

Erst hoppeln ein Haufen Schafe über den Airport Hamburg, nun summen auch noch 200.000 Bienen rund um die Terminals - wird der Hamburger Airport zum Tierparadies? Zu Hunderttausenden landen seit April acht fleißige Bienenvölker auf dem Airportgelände und sammeln dort und in der näheren Umgebung Nektar und Pollen. Am Dienstag (16.06) konnte Flughafenimker Ingo Fehr sogar den ersten Honig des Jahres ernten. In die industrielle Produktion von Honig will der Airport jetzt allerdings nicht einsteigen. Die Bienen sollen die Luftqualität rund um den Flughafen überprüfen.

Bienen seit 1999 im Einsatz

Bereits seit 1999 summen die Bienen rund um den Airport aus. In diesem Jahr allerdings so viele wie noch nie zuvor. Jedes Jahr konnten die kleinen Insekten seitdem 150 Kilogramm Honig erzeugen. Hauptaufgabe der Tierchen ist es jedoch als "Biodetektive" unterwegs zu sein. Neben der ständigen Messung der Luftqualität durch technische Hilfsmittel liefern die Bienen Hinweise auf Schadstoffe in der Umgebung.

"Die Biene ist sehr empfindlich gegenüber Pflanzenschutzmitteln und anderen Chemikalien", erläutert der Imker. "Sie stirbt deshalb bei einer Belastung meist, bevor sie in den Bienenstock zurückkehrt. Mit unserem Projekt nutzen wir die Eigenschaft der Biene als Indikator und Sammler und auch die mögliche Anhäufung von Schadstoffen in Pollen, Wachs und Honig, um Immissionen in unserer näheren Umgebung überwachen und einschätzen zu können."

Leckerer Honig aus Fuhlsbüttel

Wie in den Vorjahren wurde auch der diesjährige Honig von einem Labor untersucht und als unbelastet und zum Verzehr geeignet eingeschätzt. Alles "einwandfrei", so Imker Fehr. "Er verfügt über einen honigtypischen, blumig aromatischen Geschmack und Geruch." Kerosingeschmack müsste man im Honig allerdings vergebens suchen, so der Bienenboss. Die jährlich rund 150 Kilogramm produzierter Honig sind allerdings zu wenig, um verkauft zu werden. Er wird deshalb als Geschenk bei Empfängen und anderen Anlässen verschenkt. Mit seinem Bienenprojekt gehörte Hamburg Airport seinerzeit zu den Vorreitern. Inzwischen sind zahlreiche andere Flughäfen dem Beispiel für das "Biomonitoring" gefolgt.

(san)

comments powered by Disqus