Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Sexueller Missbrauch

36-Jähriger verging sich an Tochter und Nichte

Itzehoe, 16.06.2015
Handschellen, Gericht, Urteil, Verhaftet, iStock

Der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Täter muss sechseinhalb Jahre in Gefängnis. 

Ein 36-jähriger Mann hat sich an seiner kleinen Tochter und Nichte vergangen und wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. 

Wegen sexuellen Missbrauchs seiner kleinen Tochter und seiner Nichte hat das Landgericht Itzehoe einen 36-Jährigen zu sechseinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

Pädophile Neigungen erkennbar

Der Familienvater aus Brunsbüttel hatte gestanden, sich zwischen August 2012 und August 2013 an den damals fünf und sechs Jahre alten Kindern vergangen zu haben. Fotos und Videoaufnahmen der Verbrechen stellte er ins Internet. Ein Kinderporno-Fahnder der Hamburger Kriminalpolizei entdeckte dort die Dateien. Der Angeklagte hatte vor Gericht behauptet, er interessiere sich nicht für Kinderpornografie. Er sei von Bekannten mit Drohungen zu den Taten gezwungen worden. "Das glauben wir ihm nicht", sagte die Staatsanwältin. Eine Sachverständige hatte bei dem Mann unter anderem eine pädophile Neigung diagnostiziert. Experten fanden auf dem Computer des arbeitslosen Mannes weit mehr als 100 000 Bilder mit kinderpornografischen Inhalten sowie bis zu 200 entsprechende Videos. Die Dateien stammten zum Teil aus Tauschgeschäften mit anderen Pädophilen, sagte die Staatsanwältin.

Wunsch mit Kindern zu arbeiten

Wann und aus welchen Gründen er aufgehört habe, sei nicht klar geworden. "Es gibt keine Erkenntnisse, ob er wirklich freiwillig aufgehört hat", sagte die Vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung. Strafmildernd berücksichtigte die Kammer das "rückhaltlose" Geständnis des Angeklagten, strafschärfend unter anderem das sehr junge Alter seiner beiden Opfer. Seiner Gutachterin hatte der Angeklagte gesagt, er wünsche sich, später mit Kindern arbeiten zu können. Obwohl er nach Einschätzung der Expertin ohne entsprechende Therapie nach seiner Haftentlassung mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut straffällig wird, sei es dem Gericht aus gesetzlichen Gründen nicht möglich, die Unterbringung in eine psychiatrische Einrichtung anzuordnen, sagte die Richterin. Die Staatsanwältin hatte siebeneinhalb Jahre Haft beantragt, die Verteidigung fünf Jahre für ausreichend gehalten. Der Angeklagte entschuldigte sich am Ende der Verhandlung bei seinen Opfern: "Es tut mir leid", sagte er.