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Radio Hamburg

Tarifkonflikt

Hamburger Lehrer streiken am Montag (16.03)

Hamburg, 16.03.2015
Streik, Öffentlicher Dienst, Verdi

Am Montag (16.03) sollen viele Hamburger Lehrer streiken

Eltern müssen sich am Montag (16.03) auf Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft GEW will mit einem Warnstreik die 3. Tarifrunde begleiten.

Eltern von Schulkindern müssen sich wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Dienst am Montag bei der Betreuung ihrer Schützlinge auf Einschränkungen einstellen. Schwerpunkte sollen Vor- und Sonderschulen sein, außerdem der Standort Neustadt der Stadtteilschule am Hafen. Er soll ab 8 Uhr komplett geschlossen sein.

"Wir bitten um Verständnis", sagte die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Anja Bensinger-Stolze, am Freitag (13.03). Doch nur so könne für die dritte Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst der Länder in Potsdam gezeigt werden, «dass unsere Forderungen wirklich ernst zu nehmen sind". 

Angestellte Lehrer ohne Tarifvertrag

Die Gewerkschaften verlangen für die Angestellten im öffentlichen Dienst 5,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 175 Euro mehr im Monat. "Wir wollen endlich den Anschluss an die Einkommensentwicklung vor allem bei den Angestellten im Bund und in den Kommunen", sagte die Gewerkschaftsvorsitzende. Scharf kritisierte sie die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als Arbeitgebervertreterin, die trotz zweier Verhandlungsrunden immer noch kein Angebot vorgelegt habe. Stattdessen habe der TdL-Verhandlungsführer und Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD) nur eine Kürzung der Betriebsrenten gefordert. "Das ist eine Frechheit." Der GEW gehe es zudem um die Eingruppierung der angestellten Lehrer, für die es bislang gar keinen Tarifvertrag gebe. 

Bundesweit 200.000 Lehrer betroffen

Bereits seit 2006 lehne die TdL ein entsprechende Vereinbarung ab, sagte Bensinger-Stolze. "Das ist vordemokratisch. Das ist Eingruppierung nach Gutsherrenart. Das muss endlich aufhören." Betroffen sind nach GEW-Angaben bundesweit rund 200.000, in Hamburg rund 1.700 angestellte Lehrer. Die Schulbehörde spricht von knapp 2.000 angestellten und rund 15.000 verbeamteten Lehrern in der Hansestadt. Der Streikschwerpunkt liege an den Vor- und Sonderschulen, weil es dort einen besonders hohen Anteil von Angestellten gebe, sagte die GEW-Tarifreferentin Birgit Rettmer.

Kundgebung am Gänsemarkt

Bei der Stadtteilschule am Hafen werde der Standort Neustadt komplett bestreikt. "Wir können sagen, dass die Schule am Montagmorgen nicht offen sein wird." Dort würden sich auch Warnstreikende sammeln und von dort in Richtung Gänsemarkt zur großen Kundgebung marschieren, an der sich auch Gewerkschaften wie Verdi oder die Gewerkschaft der Polizei beteiligen.

Die meisten Lehrer in Hamburg sind Beamte, sie dürfen daher nicht streiken. Streiks soll es wegen des Tarifstreits im öffentlichen Dienst der Länder auch in Bezirksämter und beim Landesbetrieb Verkehr geben.

(dpa/mgä)

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