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Radio Hamburg

Bilanz

Hamburger Feuerwehr will noch schneller werden

Hamburg, 28.05.2015
Brand Symbolbild

Mehr als 258.000 Mal ist die Hamburger Feuerwehr im vergangenen Jahr zu Einsätzen ausgerückt - neuer Rekord.

Brände, Unfälle, Unwetter, - die Hamburger Feuerwehr hatte 2014 so viel zu tun wie nie zuvor. Trotzdem will sie noch schneller werden.

Die Hamburger Feuerwehr hat im vergangenen Jahr erneut eine Rekordzahl an Einsätzen bewältigt. Die Feuerwehrleute mussten 258.721 Mal ausrücken, wie aus der vorgestellten Jahresbilanz hervorgeht. Das war ein Plus von gut zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ursache des Anstiegs waren nach Angaben von Oberbranddirektor Klaus Maurer vor allem die Unwetter zu Weihnachten und vermehrte Alarme beim Rettungsdienst. Zu Bränden fuhr die Feuerwehr 11.292 Mal. Davon waren jedoch 5263 (46 Prozent) Fehlalarme. Es waren neun Brandtote zu beklagen, ein historischer Tiefststand. 308 Menschen wurden bei Bränden verletzt. 

Die Feuerwehr zählte 227.842 Rettungsdiensteinsätze, eine Zunahme um 3,4 Prozent und ein Allzeithoch. Der Anstieg sei auch mit der Veränderung bei der Altersstruktur der Hamburger zu erklären, sagte Maurer. Viele Patienten seien im Alter von 60 plus. Zur Hilfeleistung etwa bei Verkehrsunfällen, Unwettern und Umweltgefahren wurde die Feuerwehr 14.721 Mal gerufen. Hinzu kamen auch in diesem Bereich 4866 Fehlalarme (25 Prozent der Einsätze). Besondere Einsätze waren etwa am 5. Februar ein Wohnhausbrand in Eimsbüttel, den ein 13-Jähriger gelegt hatte und bei dem drei Menschen starben, und am 8. Dezember ein Brand auf einem Recyclinghof in Hamburg-Hamm mit großer Rauchentwicklung.

Der Kampfmittelräumdienst beseitigte 4980 Tonnen Kampfmittel, darunter 21 größere Sprengbomben mit einem Gewicht von jeweils mehr als 100 Pfund. Im Vorjahr waren es 3860 Tonnen gewesen, was einen Anstieg um 29 Prozent bedeutet. Die geräumte Menge an Explosivstoffen belief sich auf 1900 Tonnen, nach 1470 Tonnen in 2013 (ebenfalls plus 29 Prozent).

Umstellung der Feuerwehrstruktur 

Als großen Erfolg bezeichneten Innensenator Michael Neumann (SPD) und Maurer die Umstellung der Feuerwehrstruktur auf ein neues Schutzziel. Im Vordergrund steht seit Anfang vergangenen Jahres nicht mehr der Großbrand, der früher sehr viel häufiger war, sondern der sogenannte kritische Wohnungsbrand. Dieser Fall gilt inzwischen als das gefährlichste Szenario für den Bürger. Überall in der Stadt, egal ob in der Innenstadt oder den ländlich geprägten Vierlande, sollen die Rettungskräfte innerhalb von acht Minuten am Einsatzort sein. Das sei bereits in fast 75 Prozent der Einsätze gelungen, sagte Neumann. Erklärtes Ziel ist es, dies in 85 Prozent der Fälle zu schaffen.

Dass dieses Ziel noch nicht erreicht wurde, liegt nach Ansicht der oppositionellen CDU an mangelnden Ressourcen. "Bei der Sicherheit der Hamburger Bürger darf Rot-Grün jedoch keine halben Sachen machen", erklärte der CDU-Innenexperte Dennis Gladiator. "Der Senat bürgt für die Funktionsfähigkeit dieses Bereiches - hier darf nicht gespart werden."

Maurer wies auch auf die 1607 Fehlalarme durch private Rauchmelder hin. Er appellierte an die Bürger, vor allem vor der Fahrt in den Urlaub die Geräte und Batterien zu kontrollieren. Der Einsatz der Rauchmelder sei aber ein Erfolg, weil es um die Rettung von Menschenleben gehe. "Da nehmen wir die Fehlalarme in Kauf." Nach einem dramatischen Kohlenmonoxid-Unglück mit drei Todesopfern Anfang Dezember in Harburg rüstet auch die Feuerwehr technisch auf. Es seien bereits rund 50 Kohlenmonoxid-Warngeräte angeschafft worden, mit denen die Einsatzkräfte ausgestattet werden. Insgesamt sei der Kauf von 300 bis 500 Apparaten für 1,2 Millionen Euro geplant, sagte Neumann.

Personal gesucht

Große Veränderungen bringt auch das seit Anfang vergangenen Jahres geltende Notfallsanitätergesetz. Die bisherigen Rettungssanitäter müssen sich weiterqualifizieren, Neueinsteiger eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Damit es zu keinen Personalengpässen kommt, stockt der Senat das Personal bei der Feuerwehr seit 2014 um 80 Stellen pro Jahr auf. (dpa)

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