Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Kita-Streik

Ausstand mindestens bis Pfingsten

Frankfurt/Berlin, 09.05.2015
Kita, Betreuung, Erziehung, Kinder, Kindertagesstätte, Krippe

Hamburger Eltern stehen auch in den kommenden Tagen vor einem Betreuungsproblem. Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen sind die Erzieher in einen unbefristeten Streik getreten.

Zahlreiche kommunale Kitas in Deutschland bleiben erst einmal geschlossen. Die Erzieherinnen und Erzieher streiken auf unbestimmte Zeit.

Wohin mit den Kindern? Der unbefristete Kita-Streik hat schon an seinem ersten Tag Zehntausende Eltern und ihren Nachwuchs getroffen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beteiligten sich am Freitag fast 20.000 Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes in fast allen Bundesländern. Verdi-Chef Frank Bsirske sprach von einem "spürbaren und starken bundesweiten Signal" in dem Arbeitskampf. Zug um Zug würden nun weitere Kitas einbezogen.

Neben Erzieherinnen und Erziehern legten auch Sozialarbeiter und Sozialpädagogen etwa in Jugendzentren die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie der Beamtenbund dbb hatten ebenfalls zu dem Streik aufgerufen. Die Gewerkschaften kämpfen um eine spürbare Anhebung der Gehälter der bundesweit rund 240.000 Erzieherinnen und Sozialarbeiter. Nach Darstellung der kommunalen Arbeitgeber sind die Forderungen nicht bezahlbar. Wie lange der Ausstand dauern wird, ist unklar.

Notfallbetreuung

In Hamburg waren 70 von 220 Kindertagesstätten komplett dicht. Notdienste für die Kinderbetreuung wurden vielerorts eingerichtet. Viele Eltern tun sich auch zusammen und wechseln sich bei der Kinderbetreuung ab. Des Weiteren sind flexible Arbeitgeber, Nachbarn und Großeltern mehr denn je gefragt.

In Urabstimmungen hatten sich die Mitglieder der Gewerkschaften mit großer Mehrheit für den unbefristeten Ausstand ausgesprochen. Zuvor hatten die Verdi, GEW und Beamtenbund die Tarifverhandlungen nach fünf Runden für gescheitert erklärt. Sie
fordern eine finanzielle Aufwertung der Berufe, die unter anderem durch eine höhere Eingruppierung erreicht werden soll. Die kommunalen Arbeitgeber zeigen sich bereit, Eingruppierungen zu ändern. Ein pauschales Plus von zehn Prozent sei aber unangemessen. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) äußerte Verständnis für den Kita-Streik. "Wir brauchen eine Debatte in Deutschland, wie viel uns die Arbeit mit Menschen und die frühe Bildung unserer Kinder wert ist", sagte sie dem Magazin "Focus". (dpa)

comments powered by Disqus