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Radio Hamburg

12 Millionen Euro mehr

Sanierung des Alten Elbtunnels wird teurer als geplant

Hamburg, 27.11.2015
Alter Elbtunnel

Der Alte Elbtunnel muss saniert werden. Das bedeutet noch mehr Kosten, als geplant. 

Ursprünglich sollte die Sanierung beider Röhren und der Schachtgebäude 17 Millionen Euro kosten. Nun wird die Sanierung deutlich teurer. 

Die Sanierung des Alten Elbtunnels zwischen St. Pauli und Steinwerder wird nochmals teurer. Für die laufenden Arbeiten an der östlichen Röhre des Baudenkmals werde nun ein Betrag von 59,7 Millionen Euro angesetzt, teilte Wolfgang Hurtienne, Geschäftsführer der Hagenbehörde HPA, am Freitag (27.11.) in der Hansestadt mit. 

Probleme und Überraschungen

Das ist nochmals eine Steigerung von mehr als 12 Millionen Euro gegenüber der letzten Kostenschätzung von 2013. Ursache seien unvorhersehbare Probleme und Überraschungen, die erste während der Bauarbeiten auftraten. Der 426 Meter lange Alte Elbtunnel wurde vor mehr als 100 Jahren geplant und gebaut. Genaue Bauunterlagen oder Dokumentationen der verwendeten Materialien gibt es nicht. So stellte sich im Zuge der Bauarbeiten heraus, dass der verwendete Beton viel härter war als gedacht. Oder dass die Fugen in der äußeren Stahlhülle des Tunnels mit Blei ausgekleidet wurden, das mittlerweile korrodiert war. Deshalb mussten die Arbeiter mit Atemschutzgeräten ausgestattet die Bauarbeiten unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen weiterführen. Die Fahrbahn erwies sich als giftstoffbelastet. Außerdem fanden die Sanierer am Boden des Tunnels überraschend schwere Stahlbrammen, die als zusätzlicher Ballast in den Tunnel eingebaut wurden, um Auftrieb zu verhindern. 

Kosten sind noch unklar

Das und weitere Probleme hatten die Arbeiten enorm verzögert und verteuert. Nach den ursprünglichen Plänen sollte der Alte Elbtunnel schon 2011 zu seinem 100-jährigem Jubiläum fertig saniert sein. "Wie haben deutlich mehr Personen und Arbeiter einsetzen müssen, als geplant". Der zusätzliche Aufwand sei nicht vorhersehbar gewesen. Alternativen seien auch von der HPA geprüft worden sein, "aber uns fällt keine andere Methode ein, wenn man das Bauwerk erhalten will."Die Sanierung der Oströhre soll nun 2017 abgeschlossen sein, anschließend wird die Weströhre in Angriff genommen. Kostenschätzungen dafür existieren noch nicht. Durch die Erfahrungen mit der Oströhre hoffen die Projektleiter auf weniger Überraschungen. Die Weströhre wurde jedoch im Krieg beschädigt, was wiederum zu anderen Kosten führen könnte. Während die HPA die Kosten der Sanierung der Oströhre aus ihrem eigenen Etat bestreiten muss, gibt es für die Weströhre Hilfe vom Bund. Aus Mitteln des Denkmalschutzes steht ein Betrag von rund 20 Millionen Euro in Aussicht. Die Gesamtkosten für beide Röhren dürfte am Ende die Marke von 100 Millionen Euro überschreiten. 

(dpa/pgo)

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