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Radio Hamburg

Kampf gegen Einbrecher

Einbruchszahlen in Hamburg steigen stetig

Hamburg, 09.02.2016
Einbruch, Räuber, Diebstahl, Überfall, Raubüberfall, Einbrecher, Verbrechen

Die Einbruchszahlen in Hamburg steigen immer mehr. Nun soll eine Kampgne helfen.

Immer mehr steigen die Einbruchszahlen in Hamburg und dem Umland. Nun ruft eine Kampagne dazu auf, lieber einmal öfter die 110 zu wählen. 

Im Kampf gegen Einbrecher holt sich die Hamburger Polizei prominente Unterstützung. Auf einem Plakat, das in mehreren hundert Exemplaren im Stadtgebiet zu sehen sein soll, ruft der Schauspieler Marek Erhardt die Bürger dazu auf, beim kleinsten Verdacht gleich die Polizei über die Notrufnummer 110 zu verständigen. Auch andere Prominente wie HSV-Trainer Bruno Labbadia, TV-Moderator Gerd Delling, "Notruf Hafenkante"-Darstellerin Rhea Harder oder Travestie-Künstlerin Olivia Jones unterstützten die Aktion, sagte Polizeisprecher Timo Zill am Montag bei der Vorstellung eines Plakats in der Nähe des Rathauses.

Bürger wählen öfter 110

Seit Beginn der Kampagne im Herbst meldeten Bürger sehr viel häufiger verdächtige Beobachtungen. Es habe dadurch auch Festnahmen gegeben. Zahlen konnte Zill nicht nennen. Der Sprecher räumte aber ein: "Wir haben nach wie vor steigende Wohnungseinbruchszahlen." Wie groß der Anstieg ist, soll bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik für 2015 Anfang März bekannt gegeben werden. Die seit August vergangenen Jahres aktive "Soko Castle" arbeite daran, Täterstrukturen zu erkennen.

Straftäter kommen öfter aus dem Ausland

Sie habe 450 Fälle übernommen und rund 230 davon aufgeklärt. Gut 70 Verdächtige seien vor den Haftrichter gebracht worden. Häufig kämen reisende Straftäter aus Osteuropa oder sogar Chile nach Hamburg, nur um Einbrüche zu begehen, erklärte Zill. Die Logistik werde in der Hansestadt von sogenannten Residenten bereitgestellt. "Das ist ein Phänomen, das wir vor einigen Jahren in der Form, in der Massivität nicht hatten", sagte Zill.

Es gebe aber auch die sogenannte Beschaffungskriminalität von inländischen Drogenabhängigen. Erhardt, der 2013/14 zwei Jahre lang Zivilfahnder in Hamburg-Billstedt begleitet und darüber ein Buch geschrieben hatte, sagte: "Das erste Bauchgefühl, was man hat, wenn einem etwas verdächtig vorkommt, ist zu 99 Prozent das richtige." Der "Ehrenkommissar" riet darum: "Lieber einmal zu viel 110 anrufen."

Dass die Kampagne Fremdenfeindlichkeit schüren könnte, wies Erhardt entschieden zurück. Es spiele überhaupt keine Rolle, ob Verdächtige einen Migrationshintergrund hätten. "Deutsche begehen genauso viele Straftaten wie andere Menschen", betonte der Schauspieler. Aber aus Angst, eine falsche Verdächtigung auszusprechen, dürfe man nicht wegschauen. (dpa)

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