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Radio Hamburg

Nach Übergriffen an Silvester

St. Pauli wirbt um Vertrauen der Besucher

Hamburg, 10.02.2016
Reeperbahn, Kiez, Große Freiheit, St. Pauli, Symbolbild

Der Hamburger Kiez fürchtet nach den Vorfällen an Silvester um seinen Ruf.

Hunderte Frauen wurden in der Silvesternacht in Hamburg Opfer sexueller Übergriffe. Der Kiez wirbt nun mit einer Kampagne um Vertrauen der Besucher.

"No Harassment. But Party", "No Sexism. But Love", "No Racism. But Tolerance". Das sind keine leeren Versprechungen. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Hamburg machte sich auf St. Pauli Angst und Unsicherheit breit. Denkbar schlechte Voraussetzungen für ein entspanntes Party-Wochenende auf der Reeperbahn. Die Quartiersmanager des Business Improvement Districts (BID) Reeperbahn+ wollen daher jetzt verstärkt Aufklären und um Vertrauen der Kiez-Besucher werben.

Es geht vor allem um Zusammenhalt und Sicherheit. Dazu wurden viele Plakate aufgehängt, zudem werden Buttons und Flyer verteilt. Wie die Kampagne genau ausschaut und wie alles entstand, lest Ihr auf dem St. Pauli Blog .

Ermittlungen dauern an

Unterdessen hat die Hamburger Polizei bei Durchsuchungen in vier Bundesländern am Dienstag (09.02.) mehrere in der Silvesternacht gestohlene oder geraubte Handys in Flüchtlingsunterkünften sichergestellt. Die fünf Mobiltelefone seien Frauen bei sexuellen Übergriffen in Hamburg entwendet worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Durch umfangreiche Ermittlungen hätten die Beamten feststellen können, wo sich die Handys befanden. Auch ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Durchsuchungen an mehreren Orten

Die Durchsuchungen in Elmshorn (Kreis Pinneberg), Seevetal (Landkreis Harburg) sowie Verden und Eschershausen in Niedersachsen, im thüringischen Eisenach und in Urbach in Baden-Württemberg fanden den Angaben zufolge bei unverdächtigen Personen in sieben Flüchtlingsunterkünften und einem Hotelzimmer statt. Zwei weitere Durchsuchungen hätten sich aufgrund von Gefahr im Verzuge ergeben. Es seien sechs Verfahren wegen des Verdachts der Hehlerei eingeleitet worden, hieß es.

Fahndung bei "Aktenzeichen XY... ungelöst"

In einer Flüchtlingsunterkunft in Eschershausen erkannten die Beamten der Ermittlungsgruppe Silvester einen Tatverdächtigen wieder, der an einer Vergewaltigung und einem Raub beteiligt gewesen sein soll. Der 22-jährige Algerier wurde festgenommen und sollte in die Haftabteilung des Hamburger Amtsgerichts gebracht werden. Bei dem Mann handele es sich nicht um einen der Tatverdächtigen, nach denen die Hamburger Polizei am Mittwoch (10.02.) mit Hilfe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" fahnden will, sagte ein Polizeisprecher. Wegen der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht sitzen bereits ein 33-jähriger Iraner und ein 29 Jahre alter Afghane in Hamburg in Untersuchungshaft. Bei der Hamburger Polizei gingen bis Anfang Februar 236 Strafanzeigen ein. 393 Frauen wurden demnach Opfer der Übergriffe. (apr/dpa)

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