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Radio Hamburg

Tod des kleinen Tayler

Welche Schuld trägt das Jugendamt?

Hamburg, 20.02.2016
Tayler Tod Trauer

Nach dem Tod des kleinen Tayler muss sich auch das zuständige Jugendamt unangenehmen Fragen stellen.

Die nach dem gewaltsamen Tod des einjährigen Tayler beauftragte Jugendhilfeinspektion wirft dem zuständigen Jugendamt Hamburg-Altona Versäumnisse vor.

Rund zwei Monate nach dem gewaltsamen Tod des einjährigen Tayler hat die Jugendhilfeinspektion dem betreuenden Jugendamt Altona Versäumnisse vorgeworfen. Eine "sorgfältige und wiederholte Risikobewertung" hätte "andere Bedingungen für die Sicherheit des Kleinkindes" bieten können, heißt es in dem Berichtder staatlichen Prüfer, der "Spiegel Online» nach eigenen Angaben vorliegt und am Montag (22.02) offiziell vorgestellt werden soll. Gleichwohl hätten die Prüfer "keinen unmittelbaren Zusammenhang" zwischen Taylers Tod und der Arbeit des Jugendamts feststellen können.

Obduktionsbericht soll Klarheit schaffen

Der zwölf Monate alte Tayler war am 19. Dezember 2015 an einem mutmaßlichen Schütteltrauma gestorben. Der Obduktionsbericht soll voraussichtlich Ende des Monats vorliegen. Durch ihn hoffen die Ermittler auch herauszufinden, wann genau die Tat geschah. Tayler war am 12. Dezember ins Krankenhaus gebracht worden und sieben Tage später gestorben. Gegen die 23-jährige Mutter aus Altona-Nord und ihren Freund wird wegen eines Tötungsdelikts ermittelt. Beide sind derzeit auf freiem Fuß.

Schlampige Zustände im Amt

Dem "Spiegel-Online"-Bericht zufolge monieren die Prüfer schlampige Aktenführung, lückenhafte Dokumentation und fehlende Gesprächsprotokolle. Es habe in der zuständigen Abteilung eine Kultur geherrscht, die es erlaubte, dass Mitarbeiter Regeln missachteten. Man habe "darauf verzichtet, das Kind in den Blick zu nehmen und einen tieferen Einblick in die Familie zu erhalten". 

Familienhelfer meldeten Verletzungen nicht

Auch kritisierten sie, dass mehrfach Familienhelfer bei Tayler gewesen seien, ohne dessen Verletzungen zu melden. Später war der Junge nach einer Schulterverletzung mit Einverständnis der Mutter für einige Zeit bei einer Pflegefamilie. Auf Drängen der Mutter erhielt sie das Kind im Oktober aber wieder zurück. Nach Ansicht der Jugendhilfeinspektion hätte die zuständige Fachkraft des Jugendamts dies besser prüfen müssen. Eine Absprache mit Kollegen sei zu Unrecht unterblieben.

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(dpa/san)