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Radio Hamburg

Nach Silvesterübergriffen

Polizei zeigt starke Präsenz auf Reeperbahn

Hamburg, 17.01.2016
Polizei nach den Silvesterübergriffen auf der Großen Freiheit

Am Wochenende hat die Polizei nach den Silvesterübergriffen auf dem Kiez verstärkte Präsenz gezeigt.

Die Auswirkungen nach den sexuellen Übergriffen sind auf dem Kiez spürbar. Auf der Reeperbahn ist weniger los. Die Polizei zeigt mehr Präsenz, Türsteher sind aufmerksam.

Nach den sexuellen Übergriffen an Silvester auf der Reeperbahn hat die Hamburger Polizei am vergangenen Wochenende erneut mehr Präsenz auf dem Kiez gezeigt. In gelben Warnwesten und zum Teil mit Bodycams patrouillierten mehr als hundert Beamte auf den Straßen und kontrollierten verdächtige Personen. "Es war insgesamt eine eher ruhige Lage", sagte Polizeisprecher Andreas Schöpflin am Sonntag (17.01). Sechs Festnahmen wegen Körperverletzung und 32 Aufenthaltsverbote habe es am Samstag (16.01) gegeben.

Keine Türsteher-Streife

Türsteher gingen - anders als zuvor von Club-Besitzern angekündigt - hingegen nicht auf Streife. "Wir müssen uns erst noch organisieren", sagte ein Türsteher in der Nacht zu Sonntag auf der Großen Freiheit. Nach den Vorfällen der Silvesternacht hatten die Sicherheitsleute jüngst angekündigt, mit Warnwesten oder Armbinden auf dem Kiez patrouillieren zu wollen. Dadurch sollten sich Besucher sicherer auf der Amüsiermeile fühlen.

Polizei für Sicherheit zuständig

Polizeisprecher Schöpflin begrüßte zwar das Engagement, wies aber gleichzeitig auf die Aufgabenverteilung hin: "Es ist wichtig, aufmerksam zu sein - doch für die Sicherheit im öffentlichen Raum ist immer noch die Polizei verantwortlich", sagte er. Besucherin Gaby Schack-Frye äußerte andere Bedenken: "Ich habe Angst, dass sich bei einer Bürgerwehr auf der Reeperbahn Rechte einklinken." Von einem mulmigen Gefühl berichtete Kiez-Gängerin Aylin Yildez. An Silvester seien sie und ihre Freundinnen dort von Männern bedrängt worden. "Es fühlte sich an, als wären gleichzeitig zehn Hände unter meinem Rock", beschrieb die junge Frau das Erlebte. Dank des Eingreifens mehrerer Türsteher sei aber nichts Schlimmeres passiert. "Seitdem komme ich sehr ungern hierher", sagte Yildez. Für sie war der abendliche Bummel ein vorerst letzter Besuch auf der Meile, bevor sie drei Monate in die USA wollte.

Weniger los auf dem Kiez

Über deutlich weniger Besucher im Viertel seit Neujahr hatten Club- und Barbetreiber geklagt. "Es ist weniger los - und das ist nicht nur dem ruhigeren Januar geschuldet", sagte auch Quartiersmanagerin Julia Staron. Ob kommendes Wochenende wieder mehr Beamte auf dem Kiez unterwegs sein werden, konnte der Polizeisprecher noch nicht sagen. "Wir beobachten und bewerten die Lage immer wieder neu."

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(dpa/san)

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