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Radio Hamburg

DGB Untersuchung

Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt

Hamburg, 04.03.2016
Mann, Frau, Kampf, Streit, Schlacht, der, Geschlechter

Frauen sind auf dem Hamburger Arbeitsmarkt immer noch benachteiligt. 

Nur etwa 22 Prozent der Führungspositionen in Hamburg sind durch Frauen besetzt. Laut einer Untersuchung haben Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch immer einen Nachteil.

Frauen sind nach Ansicht der Gewerkschaften in Hamburg auf dem Arbeitsmarkt gegenüber Männern benachteiligt. "Arbeitgeber und Politik sind aufgefordert, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Erwerbssituation von Frauen zu verbessern", sagte die Hamburger DGB-Vorsitzende Katja Karger am Freitag in Hamburg bei der Vorstellung eines Datenreports zur Arbeitsmarktsituation der Frauen in Hamburg.

Danach erzielen Mädchen und junge Frauen die besseren Schulabschlüsse, verglichen mit männlichen Jugendlichen. Auch stellen sie in Hamburg fast die Hälfte der Studenten. Der Schul- und Studienerfolg bilde sich aber nur selten im Berufsleben von Frauen ab.

Häufig in Teilzeit- und Minijobs

Frauen beteiligen sich weniger am Erwerbsleben als Männer. Ihre Erwerbstätigenquote ist nach dem Datenreport in den vergangenen zehn Jahren um zehn Punkte gestiegen, liegt aber immer noch unter derjenigen der Männer. Frauen arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit, befristet oder in Minijobs. Sie verdienen in Hamburg ein Viertel weniger als Männer und besetzen nur 22 Prozent der Führungspositionen.

Als Hauptursache für solche Unterschiede haben Forscher schon seit längerem das unterschiedliche Berufswahlverhalten von Männern und Frauen ausgemacht. Das geht auch aus der DGB-Studie hervor. "Junge Frauen konzentrieren sich auf ein geringes Berufwahlspektrum", heißt es da. Von den über 360 Ausbildungsberufen entscheiden sich 54 Prozent der Frauen für einen Beruf aus den Top Ten, bei den Männern sind es zehn Prozentpunkte weniger.

Bei den Studenten dominieren Frauen die Sprach- und Kulturwissenschaften, Männer hingegen die Ingenieurs- und Naturwissenschaften. Aus der unterschiedlichen Berufswahl entstehen Gehaltsunterschiede.

Klassische Rollenbilder immer noch in den Köpfen

Der DGB führt die geschlechtsspezifischen Vorlieben bei der Berufswahl auf klassische Rollenbilder zurück, die Einfluss auf die Lebensgestaltung junger Menschen hätten. "Während Frauen soziale und kommunikative Kompetenzen zugeschrieben werden, sind es bei Männern technische und naturwissenschaftliche", heißt es in der Studie. Diese Vorstellung werde permanent unbewusst reproduziert und führe zu einer Fortsetzung der Geschlechtertrennung auf dem Arbeitsmarkt.

Mehr Frauen in der Männerdomäne

Zur Verbesserung der Situation der Frauen fordert der DGB eine geschlechtersensible Berufsorientierung, die über den regelmäßigen "Girl's Day" hinausgeht. Der Senat solle Mädchen und Frauen verstärkt fördern, die in Männerdomänen tätig sind oder dafür gewonnen werden sollen. Minijobs müssten leichter in Vollzeitstellen umgewandelt werden können und Teilzeit-Arbeitnehmer ein Rückkehrrecht auf eine Vollzeitstelle erhalten.

(dpa)

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