Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Spielplatz oder Schrottplatz?

Kritik an Hamburgs Spielplätzen

Hamburg, 17.05.2016
Kita, Kindergarten, Spielplatz, Kinder, Spielen, Betreuung, Schule, Kind

Kinder brauchen Raum zum Spielen und Toben, dafür setzen sich viele Eltern und Politiker ein.

Dreckiger Sand und kaputte Geräte: Nicht mal jeder zweite Spielplatz in Hamburg ist in einem akzeptablen Zustand.

Von über 750 Spielplätzen in Hamburg wurden weitaus weniger als die Hälfte für "gut" befunden. Das sei zu wenig, bemängelt CDU-Fraktionschef André Trepoll und fordert höhere Standards, sowohl optisch als auch funktional. 

Es gibt keine festen Richtlinien 

Die Bezirke entscheiden selbst über die Pflege ihrer Spielplätze, feste Regelungen von Reinigung oder Kontrollen gibt es nicht. Ein erschreckendes Ergebnis zeigen die Angaben über das Auswechseln des Spielsandes: In Eimsbüttel wurde der Sand das letzte Mal im Jahr 2002 auf allen Spielplätzen komplett ausgetauscht. Das sollte laut Trepoll mindestens einmal jährlich geschehen, um Glasscherben, Zigarettenstummel und Keime zu beseitigen. In Altona wird der Sand nach Bedarf gesäubert oder aufgefüllt, die anderen Bezirke geben an, den Sand wie empfohlen einmal im Jahr zu wechseln.

Auch in der Bewertung gibt es keine einheitlichen Kriterien, sodass manche Bezirke ihre Spielplätze grundsätzlich besser einstuften als Andere. Um zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen, müssten die selben Rahmenbedingungen für die Wartung der Geräte, Säuberung und Sicherung der Plätze gelten. 

Zu wenig Raum für Kinder

Doch nicht nur der Zustand, sondern auch die Anzahl an Spielplätzen wird von der CDU kritisiert: In Hamburg gebe es im Gegensatz zu anderen deutschen Großstädten zu wenig öffentlichen Spielraum für Kinder. Doch für Kernsanierungen und Neubauten sei zu wenig Geld da, deshalb fordert André Trepoll eigene Finanzierungsmöglichkeiten für die einzelnen Bezirke. "Kinder sind unsere Zukunft, [...] [sie] brauchen Platz zum Spielen und zur freien Entfaltung", teilte der Fraktionschef in der Senatsantwort mit. Es werden zwar Millionen für Busbeschleunigung und Fahrradstraßen ausgegeben, die Instandhaltung von Spielplätzen im Interesse der Kinder bliebe dabei jedoch auf der Strecke. Besonders in viel-bebauten Stadtteilen mit wenigen Grünflächen müsse für ansprechende Spielräume gesorgt werden, um ein kinderfreundliches Hamburg zu schaffen. 

(car)

comments powered by Disqus