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Radio Hamburg

Nach Böller-Detonation auf der Veddel

Polizei nimmt mutmaßlichen Täter fest

Hamburg, 19.12.2017
Zerstörungen nach Explosion am S-Bahnhof Veddel

Nicht einmal 24 Stunden nach der Explosion eines pyrotechnischen Gegenstandes konnte die Polizei Hamburg den mutmaßlichen Täter festnehmen.

Schneller Fahndungserfolg: Keine 24 Stunden nach einer Detonation auf dem S-Bahnhof Veddel hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gestellt.

Einen Tag nach der wohl von einem Böller verursachten Explosion auf dem Hamburger S-Bahnhof Veddel hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 51 Jahre alten Deutschen, teilte ein Sprecher am Montag (19.12.) mit.

Mann auf Überwachungsbildern wiedererkannt

Ein Polizeibeamter habe den Mann anhand von Aufnahmen aus einer Überwachungskamera in der Nähe des Harburger Polizeikommissariats wiedererkannt. Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Die Ermittlungen habe die Fachdienststelle für Sprengstoffdelikte im Landeskriminalamt übernommen.

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Glücklicherweise keine Verletzten

Nach der kleinen Detonation am Sonntagabend (17.12.) auf einem Bahnsteig war eine von mehreren Scheiben zu Bruch gegangen, die Wartende vor Wind und Wetter schützen sollen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Polizei vermutete, dass ein sogenannter Polenböller gezündet wurde. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es nicht. Die Ermittler fanden Schrauben auf dem Bahnsteig. Ob diese mit der Explosion im Zusammenhang standen, war noch unklar.

Explosion durch Pyrotechnik

Nach Medienberichten hatte vor der Explosion ein Mann eine Plastiktüte auf dem Bahnsteig abgestellt. In der Nacht zum Montag bestätigte die Polizei den Fund einer Plastiktüte mit Pyrotechnik durch Sprengstoffexperten. Die Bahnen der Linie S3 hielten am Sonntag rund fünf Stunden lang nicht in Veddel, sondern fuhren durch. Aus Sicherheitsgründen und um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen, hatte die Polizei den Bahnhof weiträumig abgesperrt.

(dpa/san)