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Radio Hamburg

Aktuelle Studie

Hamburg baut zu wenig Wohnungen

Hamburg, 07.02.2017
Wohnung, Wohnungen, Haus, Mieten

Wohnungen in Hamburg sind knapp und teuer.

Wird sich die Wohnungssituation in der Hansestadt weiter verschärfen? Denn laut einer aktuellen Studie baut die Stadt zu wenig.

Hamburg baut zu wenig Wohnungen - das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft im Auftrag eines Immobilienkonzerns. Danach müssten jährlich rund 15.000 Wohnungen gebaut werden.

Der Senat hat sein eigenes Ziel von 10.000 Wohnungen jährlich aber übertroffen und sieht sich damit auf einem guten Weg.

Ein Drittel dieser Neubauten sollen Sozialwohnungen sein, zurzeit sind etwa 83.000 der 930.000 Wohnungen öffentlich gefördert - "Zu wenig!", sagt die Linkspartei dazu. Sie glaubt, dass jeder zweite Hamburger Haushalt Anspruch auf eine Sozialwohnung hat.

Anteil der Sozialwohnungen in Hamburg sinkt

Laut Stadtentwicklungsbehörde waren 2010 rund elf Prozent aller Wohnungen öffentlich gefördert, im Jahr 2030 werden es voraussichtlich nur noch gut acht Prozent sein.

Stadtentwicklungssenatorin Stapelfeldt verteidigt diese Entwicklung, denn es gäbe auch weitere günstige Wohnungen in Hamburg, zum Beispiel bei Genossenschaften und bei der Saga GWG.

Hamburgs Investitions- und Förderbank (IFB) hat im vergangenen Jahr den Bau von rund 2300 Sozial- und rund 1100 Flüchtlingswohnungen mit zinsgünstigen Darlehen und Zuschüssen unterstützt. Fertiggestellt wurden im gleichen Jahr rund 2400 Sozialwohnungen, wie Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) am Dienstag (07.02.) sagte.

Bestand erhalten

Durch die von diesem Jahr an geltende Steigerung von 2000 auf jährlich 3000 neue Sozialwohnungen könne der Bestand an geförderten Wohnungen in Hamburg bis 2030 bei rund 84.000 konstant gehalten werden. 2010 hatte die Zahl der Sozialwohnungen den Angaben zufolge bei noch gut 100.000 gelegen. Die Kosten der Stadt für den Verlustausgleich bei der Förderbank bezifferte Stapelfeldt auf 139 Millionen in diesem und 155 Millionen Euro im kommenden Jahr. (dpa/apr)

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