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Radio Hamburg

Sperrbezirke eingerichtet

Neue Geflügelpestfälle in Altona und Bergedorf

Hamburg, 25.01.2017
Geflügelpest Vogelgrippe Sperrbezirke

Einschränkungen für Hundehalter und Vogelzüchter nach neuen Geflügelpestfällen in Hamburg.

Als Vorsichtsmaßnahme müssen weitere Sperrgebiete in Hamburg eingerichtet werden. Bestehendes Restriktionsgebiet muss erweitert werden.

Bei einer verendeten Wildgans im Bezirk Altona sowie bei einer ebenfalls tot aufgefundenen Wildente im Bezirk Bergedorf wurde durch das Friedrich-Loeffler-Institut der hochansteckende Geflügelpest-Erreger H5N8 nachgewiesen. Die Wildgans wurde in Altona nahe des Anlegers Teufelsbrück aufgefunden, die Ente in Bergedorf im Ortsteil Warwisch.

Damit müssen nach der bundesweit geltenden Geflügelpest-Verordnung Sperrbezirke (im Radius von mindestens drei Kilometern) und Beobachtungsgebiete (im Radius von mindestens zehn Kilometern) rund um die Fundorte eingerichtet werden. Das bereits von Restriktionen betroffene Gebiet in Hamburg muss aufgrund der neuen Fälle entsprechend auch auf den Nordwesten und den Osten der Stadt erweitert werden. Nicht eingeschlossen sind aktuell einzelne Stadtteile im Hamburger Norden.

Innerhalb der neuen Sperrbezirke und in den Beobachtungsgebieten gelten die bereits bekannten besonderen Schutzmaßnahmen, um die Ausbreitung des Virus zu vermeiden. Für Hunde- und Katzenhalter bedeutet dies, dass sie ihre Tiere innerhalb der Sperrgebiete sowie auch in den Beobachtungsgebieten nicht frei umherlaufen lassen dürfen.

Einschränkenden Regelungen notwendig

Hintergrund der strengen Bundesvorschrift mit den einschränkenden Regelungen für Hunde und Katzen ist die Gefahr, dass auch diese das H5N8-Virus nach dem Kontakt mit verendeten Vögeln oder deren Ausscheidungen weiterverbreiten könnten. Betroffene Geflügelhalter in den Sperrbezirken werden über die Situation und die entsprechenden Regelungen direkt informiert. In den Sperrbezirken in Altona und Bergedorf sind lediglich Hobby- bzw. Kleinsthaltungen von Geflügel gemeldet, größere gewerbliche Geflügelhalterbetriebe sind nicht betroffen.

Restriktionen vorerst bis Ende Februar

Der früheste Termin, zu dem die neuen Restriktionszonen aufgehoben werden können, sind der 23. (Altona) bzw. der 24. (Bergedorf) Februar 2017. Eine tatsächliche Aufhebung ist jedoch vom weiteren Seuchengeschehen abhängig. Sie erfolgt erst, wenn in den entsprechenden Gebieten keine weiteren Fälle von Geflügelpest aufgetreten sind.

Am 20. November 2016 war erstmals in Hamburg bei drei verendeten Wildvögeln der Geflügelpest-Erreger H5N8 nachgewiesen worden. Insgesamt wurde der Erreger seit Beginn des aktuellen Ausbruchgeschehens bislang bei 14 Tieren in der Hansestadt festgestellt. Der besonders aggressive Erreger H5N5 wurde bis dato in Hamburg nicht festgestellt. (PM/apr)