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Radio Hamburg

Messer-Attentat in Barmbek

Olaf Scholz empfängt Ersthelfer im Rathaus

Hamburg, 11.09.2017
Olaf Scholz empfängt Helfer von Barmbek

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) stehen bei einem Senatsempfang im Rathaus in Hamburg gemeinsam mit Menschen, die nach dem Anschlag in Barmkek geholfen haben, für ein Gruppenfoto zusammen.

Nach der Messerattacke auf einen Edeka in Barmbek am 28. Juli 2017, wurden die vielen Helfer am Montag (11.09.) bei einem Senatsempfang im Rathaus geehrt.

Rund sechs Wochen nach dem Messer-Attentat in einem Supermarkt in Barmbek mit einem Toten und mehreren Verletzten hat der Senat Einsatzkräfte und Helfer mit einem Empfang im Rathaus gewürdigt. Es bewege ihn tief, "wie viele Männer und Frauen ihre Angst hintanstellten und einfach nur eins taten: Sie halfen", bedankte sich Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Montag (11.09.) laut Redemanuskript bei den Betroffenen. Geladen waren neben Polizisten und Helfern auch die Verfolger des Attentäters sowie weitere Beteiligte. Insgesamt erschienen gut 100 Gäste.

Tote und Verletzte durch Attentat

Ein 26-Jähriger hatte am 28. Juli einen 50-Jährigen in einem Supermarkt mit einem Küchenmesser getötet. Sieben weitere Menschen wurden vom Täter oder bei dessen Verfolgung verletzt. Passanten hatten den Palästinenser nach der Tat verfolgt und überwältigt. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft vermutet einen islamistischen Hintergrund und übernahm daher den Fall. Schon vor der Tat waren Behörden immer wieder auf den Mann aufmerksam geworden, fanden ihn psychisch labil und auffällig.

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Hamburger zeigen Zivilcourage

Hamburgs Bürger werde dieser Tag in Erinnerung bleiben, sagte Scholz. "Sie werden die feige Gewalttat nicht vergessen und auch nicht, wie in all dem Unglück noch Schlimmeres verhindert wurde." Denn Bürger hätten sich auf eine Weise mutig, umsichtig und hilfsbereit gezeigt, die über das zu erwartende Maß weit hinausgehe. "Menschlichkeit fragt nicht nach Herkunft oder Religion." Deshalb spiele es auch keine Rolle, wo die Männer und Frauen, die in Barmbek Zivilcourage gezeigt hätten, herkämen und was sie glaubten. "Sie haben zusammengehalten und sie haben geholfen. Das ist es, was zählt", sagte Scholz.

(dpa/san)