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Radio Hamburg

Gesichtserkennung

Verfahren gegen Facebook eingestellt

Hamburg, 08.02.2013
Gesichtserkennung Facebook

Facebook hatte die Gesichtserkennung im Herbst nach dem Widerstand europäischer Datenschützer bis auf weiteres auf Eis gelegt.

Der Hamburger Datenschützer Johannes Caspar hat sein Verwaltungsverfahren gegen Facebook wegen der Gesichtserkennungsfunktion eingestellt.

Johannes Caspar - Hamburgs oberster Datenschützer - stellt sein Verfahren gegen Facebook ein. Das weltgrößte Online-Netzwerk hat die Gesichtserkennungsfunktion deaktiviert und die Daten nachweislich gelöscht. Seine Behörde habe die Löschung der bisher erfassten biometrischen Daten kontrollieren können, erklärte Caspar am Donnerstag.

Funktion in Europa auf Eis gelegt

Facebook hatte die Funktion im Herbst nach dem Widerstand europäischer Datenschützer bis auf weiteres auf Eis gelegt. Das Online-Netzwerk wollte seinen Nutzern einen bequemeren Weg bieten, ihre Freunde in hochgeladenen Bildern zu markieren. Die Datenschützer fanden jedoch bedenklich, dass für die Erkennung biometrische Profile erstellt und gespeichert werden müssen. Zudem forderten sie eine "bewusste und informierte Einwilligung" der Nutzer.

In den USA gibt es die Gesichtserkennung wieder

Bisher ist unklar, ob und in welcher Form die Funktion in Europa wiederkommen könnte. Caspar warnte am Donnerstag, dass "umgehend ein neues Verfahren eingeleitet werden würde, wenn die Gesichtserkennung ohne Berücksichtigung der deutschen und europäischen Datenschutzvorgaben erneut eingeführt werden sollte".

Facebook scheint davon allerdings unbeeindruckt zu sein - zumindest in den USA. Ende Januar wurde die Gesichtserkennungsfunktion dort wieder aufgenommen.

(lhö/dpa)

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