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Radio Hamburg

So surft Ihr for free

Kostenloses WLAN in der City

Hamburg, 15.04.2016
WLAN, Surfen, Tablet, Smartphone, Tastatur, iStock

In der Hamburger Innenstadt gibt's jetzt endlich kostenloses WLAN.

Nach langem Warten ist es nun soweit: Vom Gerhart-Hauptmann-Platz bis zum Ballindamm und bis zu Europa Passage gibt's nun kostenloses WLAN.

Lange hat es gedauert, nun ist auch Hamburg ins kostenfreie öffentliche WLAN für Internetsurfer eingestiegen. Seit Donnerstag könnt Ihr Euch nahe der Binnenalster über das freie Netz "MobyKlick" mit dem Smartphone oder
Tablet ins Netz einloggen. Dort hat der Anbieter Willy.tell seine ersten Zugangsstellen eingerichtet. Hamburger, Geschäftsreisende und Touristen können damit auf einen mobilen Internetzugang mit höchstmöglichen Bandbreiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde zurückgreifen. Willy.tell will die Zahl seiner Zugänge auf 180 bis Ende 2017 ausweiten und damit rund 3,3 Quadratkilometer der Hamburger Innenstadt abdecken.

So kommt Ihr ins kostenlose Netz

Zwischen Alstertor, Gerhart-Hauptmann-Platz bis Ballindamm und der Europa Passage wird Euch als WLAN-Verbindung "MobyKlick" angezeigt. Wählt Ihr das Netzwerk an, gibt's per SMS einen vierstelligen Code, mit dem Ihr Euch für 24 Stunden in das Netzwerk einwählen könnt. Bis zu 500 Nutzer gleichzeitig könnten versorgt werden, so Willy.tel-Geschäftsführer Bernd Thielk. "Hamburg ist das Tor zu Welt, dem bislang der freie WLAN-Zugang fehlte. Jetzt kann die Stadt sich auch digital beweisen", sagte er.

Finanzierung durch Firmenkunden

Den Anschluss der Access Points an sein Glasfasernetz hatte sich der Internetanbieter einfacher vorgestellt. An geplanten Standorten fehlten allerdings die notwendigen Stromanschlüssse. Dafür hat die Stromnetz Hamburg GmbH gesorgt, die extra Netz-Verteilstationen entwickelte. Darüber sollen neben der WLAN-Anbindung auch Anschlüsse unter anderem für Umweltsensorik oder Bürgerinformationen in Echtzeit möglich sein, wie Technikchef Thomas Volk ankündigte. Der Internet-Anbieter will sein Gratis-Angebot mit Investitionskosten von rund einer Million Euro sowie laufender Betriebskosten finanzieren, indem er Firmenkunden einbezieht - vom Café, über Restaurants bis zum Warenhaus und den Einkaufspassagen. Sie sollen für das Angebot in ihren Räumen zahlen, der Nutzer im Geschäft surft weiter kostenlos. Die sogenannte Störerhaftung, wenn Nutzer illegale Inhalte herunterladen sollten, übernehme der Betreiber, sagte Thielk. Nutzerdaten würden nicht gespeichert, versicherte er.

Neben Willy.tel bieten andere große Telekommunikationsanbieter wie die Deutsche Telekom oder Vodafone in Hamburg ihre Hotspots an, über die sich Kunden ins Internet einloggen können. Diese Zugänge sind allerdings nur zeitlich begrenzt kostenlos, anschließend fallen Gebühren an.

(dpa / ste)

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