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Radio Hamburg

Falsch geklickt

Dreiste Abofalle übers Smartphone

Hamburg, 26.05.2016
Smartphone, Hosentasche, Telefonieren, Handy, iStock

Achtung: Ohne Drittanbietersperre könnt Ihr ganz schnell in der Abofalle landen.

Wer mit dem Smartphone im Internet surft und dabei aus Versehen auf eine falsche Werbung klickt, landet ganz schnell in der Abofalle.

Ich hätte nie gedacht, dass ich als erfahrener Smartphone-Nutzer, Online-Redakteur und Digital Native jemals in einer Internet- oder Smartphone-Abofalle landen könnte. "Sowas passiert nur Unwissenden oder vielleicht noch meiner Mutter", war stets meine Einstellung. Ein extrem nerviger Donnerstagmorgen hat mir jetzt allerdings das Gegenteil bewiesen.

Ein Mal falsch geklickt, 4,99 Euro ärmer

Eigentlich wollte ich mir nur die neuen Fotos zur kommenden Folge von "Game of Thrones" bei einer seriösen Seite (Businessinsider.com) angucken. Als dann ein Pop-Up auftauchte, das mich fragte, ob ich auf die mobile Seite wechseln möchte, klickte ich ohne groß nachzudenken natürlich auf "Mobile Seite" - und dann war es auch schon zu spät. In der Sekunde, als ich auf eine vermeintlich harmlose Frage antwortete, kam auch schon eine SMS bei mir an. Absender der SMS war "Zahl mobil". Der Text: Für ihren Einkauf bei dem Anbieter "SEO Selfie Limited" wird Ihnen künftig 4,99 Euro pro Woche berechnet." Was ich erst für eine Spam-Nachricht hielt, entpuppte sich später als Wahrheit. 

Richtet unbedingt eine Drittenanbietersperre ein

Bei einem Anruf bei meinem Anbieter "Vodafone" wurde mir dann erklärt, dass dieses Vorgehen bekannt und legal (!) sei. In Zeiten von "Double-Opt-In"-Vorschriften und "Zalungspflichtig bestellen"-Buttons im Internet eigentlich unvorstellbar. Der Mobilfunkanbieter ist da aber tatsächlich machtlos. Diese Abos laufen über das sogenannte Wireless Application Protocol (WAP), das die Identifikationsnummer der SIM-Karte übermittelt. Hat man bei seinem Vertrag keine Drittanbietersperre eingerichtet, sind solche ominösen Abos ohne Probleme über einfache Pop-Ups oder Werbebanner in Apps möglich. Und die Abbuchung erfolgen dann direkt über die Telefonrechnung. Solltet Ihr also nicht sicher sein, ob Ihr so eine Sperre aktiviert hat, ruft unbedingt bei Eurem Anbieter an und richtet die Sperre wenn nötig ein.

In meinem Fall war Vodafone glücklicherweise so kulant und konnte die 4,99 Euro im Nachhinein noch stornieren. Trotzdem ist es mir mehr als schleierhaft, wieso solche Abos überhaupt möglich sind, ohne dass man bewusst zustimmt. Zu keiner Zeit wurde nach meiner Zustimmung gefragt oder ein Abo deutlich sichtbar gemacht. Dreister geht's nicht!

Abo widerrufen

Solltet Ihr ebenfalls in eine Abofalle getappt sein, ruft also unbedingt bei Eurem Anbieter an und richtet die Sperre ein. Schreibt danach noch einen Widerruf an den Service, der in der SMS steht. Mit Glück könnt Ihr so die Kosten umgehen. Im schlimmsten Fall müsst Ihr die einmalige Abbuchung schlucken. Für die Zukunft seid ihr dann aber auf jeden Fall sicher über Euer Smartphone im Netz unterwegs.

Ist Euch schon mal ähnliches passiert? Schreibt's in die Kommentare!

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