Lieber User,

anscheinend hast Du einen Ad-Blocker aktiviert oder Javaskript deaktiviert. Um unsere Existenz zu sichern, sind wir als werbefinanzierter privater Radiosender auch im Internet auf Werbung angewiesen. Damit Du auch weiterhin alle Inhalte unserer Webseite nutzen kannst, bitten wir dich, Deinen Ad-Blocker zu deaktivieren oder radiohamburg.de als Ausnahme hinzuzufügen. Sobald Du das gemacht hast, kannst Du unsere Inhalte nach einem Reload der Seite ganz normal weiternutzen.

103.6 Grüße
Dein Radio Hamburg Team


*Sollte diese Meldung fälschlicherweise angezeigt werden, schicke uns bitte eine Mail an adblocker@radiohamburg.de

Es gibt neue Inhalte auf unserer Startseite - jetzt aktualisieren! [Schließen]
Radio Hamburg

Jüdischer Friedhof und die Sternwarte

Hamburgs Vorschläge fürs Weltkulturerbe

Hamburg, 24.07.2012
Hamburger Sternwarte

Die Kulturbehörde will den Jüdischen Friedhof in Altona und die Sternwarte in Bergedorf (Foto) als Weltkulturerbe vorschlagen.

Hamburg will ein offizielles Weltkulturerbe und setzt zwei Vorschläge auf die Bewerberliste: Den Jüdischen Friedhof in Altona und die Sternwarte in Bergedorf.

Die Zeit für die nächste deutsche Nominierung zum Unesco-Welterbe läuft ab. Bis zum 1. August müssen die Bundesländer ihre Wünsche für die nächste sogenannte Tentativliste bei der Kulturministerkonferenz anmelden. Hamburg will am Dienstag darüber informieren, dass sie nach dpa-Informationen den Jüdischen Friedhof im Stadtteil Altona sowie die Sternwarte im Stadtteil Bergedorf vorgesehen hat. Kulturstaatsrat Nikolas Hill will die beiden Stätten heute vorstellen und den weiteren Verlauf des Bewerbungsverfahrens erläutern.

Die Tentativliste ist eine Grundlage für die Kulturminister, anhand derer sie deutsche Stätten für die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt vorschlägt. Auf dieser Welterbeliste stehen 37 Denkmäler in Deutschland, darunter seit 1987 die Hansestadt Lübeck.

Speicherstadt und Chilehaus auf Warteliste

Auf der deutschen Warteliste stehen nach Angaben der deutschen Unesco-Kommission die Hamburger Speicherstadt und das vis-à-vis gelegene Chilehaus nebst Kontorhausviertel. Auch der schwarz-grüne Vorgängersenat hatte den jüdischen Friedhof und die Sternwarte als schützenswerte Denkmäler auf der Liste.

Bedeutendster jüdischer Friedhof

Das vor vierhundert Jahren angelegte Gräberfeld nahe der Reeperbahn in Altona gilt als einer der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe der Welt. Seit 2007 sind die Grabstätten wieder für Besucher zugänglich. Die Einzigartigkeit des Areals, das seit 1960 unter Denkmalschutz in Hamburg steht, liegt auch darin, dass hier sefardische (portugiesische) und aschkenasische (deutsche und osteuropäische) Juden nebeneinander beerdigt sind. Frommet Mendelssohn, die Frau des Philosophen Moses Mendelssohn, liegt hier begraben, ebenso wie Samson Heine, der Vater des Dichters Heinrich Heine.

Sternwarte seit 100 Jahren in Bergedorf

Die Hamburger Sternwarte gibt es seit 100 Jahren an ihrem Standort Bergedorf. Das Jugendstil-Ensemble ist über die Jahrzehnte und ungeachtet der beiden Weltkriege fast vollständig im Erscheinungsbild erhalten geblieben. Seit 1912 wird dort im Bereich der Astronomie und Astrophysik geforscht. Die Mitarbeiter der Universität Hamburg nutzen immer noch Instrumente aus der Anfangszeit. Als Rarität gilt auch die Bibliothek, die ihren Bestand auf heute rund 70 000 Bücher ausgebaut hat.

(dpa/lhö)