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Radio Hamburg

Disharmonie bei der Elbphilharmonie

Kisseler droht Hochtief mit Vertragskündigung

Hamburg, 25.06.2012
Elbphilharmonie

Hamburgs Kultursenatorin Kisseler droht noch einmal in Richtung Baukonzern Hochtief. Und zwar mit Kündigung des Elbphilharmonie-Vertrages.

Hamburgs Kultursenatorin Kisseler droht noch einmal in Richtung Baukonzern Hochtief. Und zwar mit Kündigung des Elbphilharmonie-Vertrages.

Hamburgs Kultursenatorin Kisseler droht noch einmal in Richtung Baukonzern Hochtief: Wenn die Bauarbeiten an der Elbphilharmonie nicht bald signifikant vorankommen, bleibt immer noch die Möglichkeit einer Vertragskündigung, sagt Kisseler.

Kultursenatorin Kisseler spricht ein Machtwort

Erst vor einer Woche hat Hochtief nach monatelangem Stillstand auf der Baustelle in der Hafencity angekündigt, die Arbeiten jetzt fortzusetzen. Aber es tut sie weiterhin kaum etwas.

"Wir halten uns diese Option auf jeden Fall offen", sagte Kisseler im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Sollte sich in den nächsten Wochen nicht signifikant etwas auf der Baustelle bewegen, werden wir handeln", sagte die Kultursenatorin. Vor einer Woche hatte Hochtief angekündigt, die Arbeiten auf der Baustelle wieder aufzunehmen, nachdem die Stadt dem Baukonzern ein Ultimatum bis zum 31. Mai gesetzt hatte. Hochtief will nun die Fassade des alten Kaispeichers, auf dem das Konzerthaus steht, wieder einrüsten und mit Betonagearbeiten oberhalb des Daches beginnen.

Streit um Dachkonstuktion

Seit Herbst 2011 ruhen die Arbeiten an dem spektakulären Bauwerk, das die Stadt mindestens 323 Millionen Euro kosten wird. Beide Seiten hatten sich über die Sicherheit der Dachkonstruktion zerstritten. Deshalb setzte die Stadt Hochtief die Frist zur Wiederaufnahme der Arbeiten und drohte mit der Kündigung der Verträge. " Wenn Hochtief im Februar sagt, wir bauen auf eigene Verantwortung am Saaldach weiter und müssen dann feststellen, dass im Juni ein Gerüst aufgebaut wird, dann liegen dazwischen doch einige Differenzen", sagte Kisseler. Die Stadt erwarte immer noch, dass sich wirklich konkret etwas auf der Baustelle tue, insbesondere am Dach. "Und wir werden auch die Position der Stadt nach wie vor hartnäckig verteidigen." Es gebe eine genehmigte Planung und die könne umgesetzt werden. "Hochtief kann gerne das Saaldach ertüchtigen, wenn sie meinen, das sei nötig. Dazu brauchen sie unsere Hilfe nicht. Aber sie müssen es dann vor allem tun und nicht nur sagen", meinte die Senatorin.

Hochtief will das Saaldach "ertüchtigen" (mit ertüchtigen ist verstärken gemeint), mehrere Gutachten der Stadt hatten jedoch ergeben, dass das nicht nötig sei. "Im Augenblick sind wir nicht in der Situation, dass wir sagen können, die Kuh ist schon ans Ufer geschwommen", sagte Kisseler. Sollte der schlimmste Fall eintreten, Hochtief nicht weiterbauen und die Stadt dem Baukonzern kündigen, werde die Stadt die Elbphilharmonie eben alleine weiterbauen. "Dann bauen wir weiter. Dafür gibt es die städtische Rege. Außerdem würden wir mit anderen Bauunternehmen weiterarbeiten, da ist Hochtief ja zum Glück nicht das einzige Unternehmen", meinte die Senatorin.

(dpa/aba)