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Radio Hamburg

Kisseler stellt die Weichen

Speicherstadt bald UNESCO Weltkulturerbe?

Hamburg, 29.05.2013
RHH - Expired Image

Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus gehören zum Weltkulturerbe, sagt der Hamburger Senat.

Die Hansestadt Hamburg will die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus als Weltkulturerbe anerkennen lassen. Der SPD-Senat beschloss am Dienstag, die notwendigen Unterlagen über die Kultusministerkonferenz und das Auswärtige Amt zum 1. Februar 2014 beim Unesco-Welterbezentrum in Paris einzureichen.

Eine Entscheidung wird im Juni 2015 erwartet. "Ich schätze unsere Chancen - und zwar jenseits eines berufsbedingten Optimismus - durchaus positiv ein", sagte Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos). Die Speicherstadt gilt als das größte zusammenhängende und einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt; das von Fritz Höger geschaffene Chilehaus gilt als eine Ikone des Expressionismus in der Architektur.

Das sind die Sahnestücke für die UNESCO-Liste

Das Hamburger Kontorhausviertel nördlich des Zollkanals entstand in den 1920er und 1930er Jahren und besteht aus teilweise blockfüllenden Gebäuden mit Klinkerfassaden. Dominiert wird es von dem von Fritz Höger zwischen 1922 und 1924 geschaffenen Chilehaus. Das mit seiner an einen Schiffsbug erinnernden Spitze und der charakteristischen Detaillierung der Fassade gilt es nach Angaben der Kulturbehörde als eine Ikone des Expressionismus in der Architektur.

"Höger hat mit dem Chilehaus eine sehr moderne Bürohausarchitektur geschaffen, international seinerzeit absolut ohne Vorbilder", sagte Kisseler. Ebenfalls herausragend sind in dem Viertel der 1923 und 1924 von den Brüdern Hans und Oskar Gerson errichtete Meßberghof sowie der von den Gersons und von Höger zwischen 1927 und 1943 gebaute Sprinkenhof.

Hinzu kommt der 1928 nach den Plänen der Architekten Rudolf Klophaus, August Schoch und Erich zu Putlitz errichtete Mohlenhof. "Sie haben eine wirklich großartige konzeptionelle und auch gestalterische Qualität", betonte Kisseler.

Hier gibt's schon das Weltkulturerbe-Siegel

Hier in Norddeutschland zählen bereits der mittelalterliche Stadtkern von Lübeck und das Bremer Rathaus zum Weltkulturerbe. Weltweit sind zum Beispiel der Grand Canyon-Nationalpark in den USA, die Pyramiden von Gizeh in Ägypten oder die Oper von Sydney. Wie bei der Elbphilharmonie hat es über ihre Errichtung erhebliche Verärgerung gegeben: sie ist 1973 mit acht Jahren Verspätung eröffnet worden und hat rund fünfzehn Mal soviel gekostet wie ursprünglich geplant. Nun gilt die Oper von Sydney als eines der markantesten Gebäude der Welt.

(dpa/aba)