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Radio Hamburg

Rote Flora

Umbau zum 6-stöckigen Kulturzentrum

Hamburg, 05.10.2013
Hamburg, Schanze, Rote Flora, Markt, Hamburg Marketing

Die Rote Flora soll ausgebaut und um ein Jugendzentrum und vieles mehr erweitert werden. 

Der Besitzer der Roten Flora will das historische Gebäude zu einem 6-stöckigen Kulturzentrum umbauen lassen - unter anderem mit Konzerthalle. 

Die von Linksautonomen besetzte "Rote Flora" im Hamburger Schanzenviertel soll nach dem Willen des Besitzers Klausmartin Kretschmer zu einem sechsstöckigen Kulturzentrum mit Konzerthalle ausgebaut werden, wodurch auch der Besetzung ein Ende gesetzt wird. Pläne, das Haus an die Stadt zurückzuverkaufen, seien vom Tisch, sagte Kretschmers Immobilienberater Gert Baer am Samstag (05.10.). Die Pläne beinhalten laut Baer einen Konzertraum für bis zu 2.500 Besucher, ein Bürgerhaus, eine Kita, einen Jugendtreff und eine Tiefgarage. Er habe am Freitag (04.10.) beim zuständigen Bezirksamt Hamburg-Altona einen Vorbescheidsantrag gestellt, um in Erfahrung zu bringen, unter welchen Bedingungen der Ausbau realisiert werden könne. Für eine Stellungnahme waren die Behörden und die Aktivisten nicht zu erreichen.

Grundstück ist inzwischen wohl millionenschwer

Die Linksautonomen hatten jedoch immer wieder betont, das Haus als besetztes kulturelles Zentrum mit allen Mitteln verteidigen zu wollen. Die seit mehr als 20 Jahren besetzte "Rote Flora" - ein ehemaliges Theater - steht immer wieder im Zentrum von Ausschreitungen. Kretschmer hatte das Gebäude 2001 für umgerechnet knapp 190.000 Euro gekauft. 2011 kündigte er an, das 1770 Quadratmeter große und inzwischen wohl millionenteure Grundstück samt "Roter Flora" wieder verkaufen zu wollen - danach wurde es still. Im August 2013 kamen dann wieder Verkaufsgerüchte auf.

Baer rechnet mit Zustimmung der Besetzer

Vorwürfe, der Besitzer Kretschmer wolle mit dem Vorbescheidsantrag nur den Verkaufspreis für Grundstück und Gebäude in die Höhe treiben, kann Baer nicht nachvollziehen. "Wir ziehen jetzt den Plan mit dem Kulturzentrum durch, ein Verkauf steht nicht mehr zur Debatte", sagte Baer. Er rechne damit, dass die Besetzer den Plänen für ein neues Kulturzentrum zustimmen. "Wir wollen die Betroffenen einbeziehen und sind zu Gesprächen bereit."

Fassade und Innenräume sollen erhalten bleiben

Nach dem Wunsch Kretschmers, der den Angaben zufolge Hilfe von einem amerikanischen Investor bekommen würde, sollen die Fassade des historischen Gebäudes sowie die Innenräume erhalten bleiben. Das 1888 errichtete Haus soll auf sechs Stockwerke erhöht sowie nach rechts und links erweitert werden. Mitgliedern der linksautonomen Szene will Kretschmer nach Angaben seines Immobilienberaters Räume zu günstigen Konditionen anbieten. Der Stadtverwaltung sind die Erweiterungspläne laut Baer seit einem Dreivierteljahr bekannt. Das Bezirksamt sei aber für eine kleinere Lösung.

(dpa/pgo)

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