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Radio Hamburg

Goldhaus auf der Veddel

Mietshaus erstrahlt in neuem Glanz

Hamburg, 14.06.2017
Goldhaus, Veddel

Heute startet das umstrittene Kunstprojekt von Boran Burchardt. Das Mietshaus in der Brückenstraße 152 wird mit Blattgold verziert.  

Auf Veddel wird seit Dienstag (13.06.) mit 33,5 Karat Blattgold gearbeitet. Der Künstler Boran Burchardt möchte dem kritischen Stadtteil neues Leben einhauchen. Sein Ziel ist es, dass die Leute von nun an nicht mehr an den „Problemstadtteil“ denken, sondern an den Einzigartigen mit dem coolen goldenen Haus.

Kritik von Steuerzahlern

Der ganze Spaß wird vermutlich ein bis zwei Monate dauern und 85.000 Euro in Anspruch nehmen. Gezahlt von uns Steuerzahlern! Aus diesem Grund sehen viele Hamburger das Projekt als falsch an. Der Steuerzahlerbund äußerte sich bereits letztes Jahr zu dem Vorhaben und sagte: „Eine aus Steuergeldern finanzierte vergoldete Hauswand wäre in Kunst gegossener Hohn gegenüber den hilfsbedürftigen Menschen dieser Stadt“.

Bewohner sind gelassener

Bewohner des Mehrfamilienhauses sind dem Kunstprojekt aufgeschlossener und sehen es eher locker. Burchardt selbst ist bereits daran gewöhnt, dass er mit seinen Projekten Debatten und Kritik auslöst, was letztendlich auch das Ziel von Künstlern ist. So bleiben sie immer im Gespräch und bestens im Gedächtnis. 

25 Jahre Haltbarkeit

Boran Burchardt wird aber nicht allein gelassen mit seinem Vorhaben, denn unterstützt wird er von einem sehr guten Freund, der den richtigen Namen mitbringt, Alexander Gold. Wenn die beiden fertig sind, soll das Blattgold 25 Jahre an der Fassade haften bleiben. Am liebsten würden die beiden natürlich das ganze Viertel bekleben. 

Was haltet Ihr von diesem Projekt?