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Radio Hamburg

Schule "Alter Teichweg"

Debatte um verschleierte Lehrerin

Hijab Schleier Moslem

So kann ein Hijab aussehen. Damit wird nur der Kopf bedeckt. Bei einem Niqab wird der gesamte Körper verhüllt.

An der Schule "Alter Teichweg" in Dulsberg unterrichtet eine verschleierte Lehrerin (Symbolfoto).

Hamburg - Eine verschleierte Lehrerein an der Schule "Alter Teichweg" im Hamburger Stadtteil Dulsberg sorgt für Diskussionen. Die Deutsch-Afghanin arbeitet seit einem halben Jahr an der Stadtteilschule und verschleiert sich angeblich gegen den Willen ihres Mannes.

Ein Niqab bedeckt den gesamten Körper und lässt nur Hände und Gesicht frei. Einen Lehrerkollegen zitiert das Abendblatt mit den Worten : "Wir sind aus allen Wolken gefallen, als sie plötzlich so in die Schule kam." Die Deutsch-Afghanin unterreichtet aushilfsweise an der "Alten Teichschule".

Das traditionalle islamische Gewand trägt sie freiwillig seit ihrer Hochzeit. Die Kritik wird von Lehrern und auch aus der Politik laut: Das Auftreten der Lehrerin vermittelt den Schülern falsche Wertvorstellungen, heißt es. Fakt ist aber auch: Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Entscheidung zum Kopftuchverbot an die Länder abgegeben hat, hat Hamburg kein solches Gesetz zum Kopftuchverbot erlassen. Und Beschwerden von Eltern soll es an der Alten Teichschule über die verschleierte Lehrerin noch nicht gegeben haben.

Schulsenator Ties Rabe, soll oder muss Hamburg dieses Gesetz ändern?

„Bisher hat Hamburg sehr erfolgreich diesen Weg gewählt, dass solche Fragen im Einzelfall vor Ort, unter Berücksichtigung aller Beteiligten, friedlich beigelegt werden konnten. Wir brauchten bis jetzt keine große, einheitliche Lösung, welche bestimmt immer Verletzung und Verwundung erzeugt. Insofern war der Weg bisher sehr, sehr erfolgreich und ich würde mich darüber freuen, wenn das auch so bleiben würde.“

Ein Kopftuch ist vielleicht nachvollziehbar, aber eine verhüllte Lehrerin vermutlich nicht mehr, oder?

„Ich glaube es ist relativ klar, dass das Gesicht immer gut zu erkennen sein muss. Aber wenn wir tatsächlich in eine Gesamtdiskussion hineingeraten, weil die Konflikte vor Ort nicht mehr geregelt werden können, dann muss darüber auch öffentlich diskutiert werden. Und wir müssen einerseits sagen, dass Schülerinnen und Schüler ein Recht darauf haben, ohne Beeinflussung groß zu werden. Aber andererseits sichert das Grundgerecht auch den Lehrkräften ein Recht auf die freie Religionsausübung zu und hier gilt es dann eine kluge Abwägung zu treffen. Das kann man sicherlich jetzt nicht freihändig einfach so machen, sondern es wird mit Sicherheit eine öffentliche Diskussion erfolgen müssen.“